Steuerpolitik
Zeit für eine Entlastung

Statt Entlastung, Belastung. Statt Schulden, Sparen. Viele Länder setzten darauf, den Bürgern einen immer größeren Anteil vom Einkommen aus der Tasche zu ziehen. Was daran falsch ist.
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Am Freitag werden die Länder im Bundesrat die geplante Entlastung der Bürger ablehnen: Nicht Ent-, sondern Belastung sei das Gebot der Stunde, tönt es aus den mittlerweile mehrheitlich rot gefärbten Staatskanzleien. Schließlich gäbe es ja eine Schuldenbremse, die -igittigitt - es verbiete, auf Dauer immer neue Schulden aufzutürmen.

Diese Rhetorik ist verlogen. Denn tatsächlich gilt das Neuverschuldungsverbot nicht sofort, sondern erst in acht Jahren, also ab 2020. Dann dürften die meisten der amtierenden Regierungschefs ohnehin politisch das Zeitliche gesegnet haben.

Da das deutsche Steuersystem, vor allem die Lohnsteuer, progressiv ist, würde ohne Reform bis 2020 das Steueraufkommen massiv steigen. Denn steigt die gesamtwirtschaftliche Lohnsumme um ein Prozent, steigt das Aufkommen der für den Fiskus wichtigen Lohnsteuer um 1,8 bis 1,9 Prozent; der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt erhöht sich ohne Reform um etwa 0,15 Prozentpunkte pro Jahr.

Schriebe man diese Zahlen bis 2020 fort, würde die Steuerquote von heute gut 22 in Richtung 24 Prozent steigen - und damit ein Niveau erreichen, das es seit Ende der 70er-Jahre nicht mehr gegeben hat. Mit etwa 780 Milliarden Euro würden die Bürger 2020 fast 50 Prozent mehr Steuern zahlen als ein Jahrzehnt zuvor.

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Zeit für eine Entlastung

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Das Kalkül der Länder

Kommentare zu " Steuerpolitik: Zeit für eine Entlastung"

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  • Man sollte halt anpassen. Gründen "wir" eben noch eine Tochtergesellschaft. Das ist auch schon sehr bequem der Fuchs im Wald. Au revoir

  • Hört auf, Eure Kraft mit dem kranken System zu vergeuden und schaut nach was Neuem:

    z.B.: als Denkansatz
    http://www.wissensmanufaktur.net/vortraege
    http://www.wissensmanufaktur.net/wissen-kompakt

  • http://antizensur.wordpress.com/2012/02/07/deutschland-finanzministerium-bereitet-kontosperrungen-vor/

    Das habe ich gerade gefunden. Vielleicht recherchieren die Redakteure des HB mal dazu.

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