Stimmungswechsel
Schwarz-Gelb an Wahlstreet wieder wahrscheinlicher

Stimmungswechsel an der Wahlstreet: Im Handel mit den „Koalitionspapieren“ sind Schwarz-Gelb und die Große Koalition zum ersten Mal seit einer Woche wieder gleichauf. Die CDU liegt wieder über 40 Prozent, während die Papiere der drei kleineren Parteien stagnieren.

stm DÜSSELDORF. Während sich die Werte der einzelnen Parteien an der Prognosebörse nur verhalten änderten, kam der Handel mit dem Koalitionsfuture wieder in Schwung. In diesem Markt können Wahlstreet-Teilnehmer Aktien kaufen, mit denen die Händler eine Wette auf die Wahrscheinlichkeit verschiedener Koalitionen abschließen. In der vergangenen Woche hatte der größte Teil der Händler auf eine große Koalition gesetzt. Am Mittwochvormittag setzten sie zum ersten Mal seit einer Woche wieder verstärkt auf ein Schwarz-Gelbes Regierungsbündnis. Die Papiere lagen am Vormittag beinahe gleichauf bei 41 Prozent.

Im Handel mit den Parteipapieren knackte die CDU vier Tage vor der Wahl wieder die 40-Prozent-Marke, während die SPD sich nicht über 34 Prozent halten konnte. Die Werte der drei kleineren Parteien änderten sich nur marginal. Die Grünen sind weiterhin drittstärkste Kraft vor Linkspartei und FDP.

Die aktuellen Kurse der Wahlprognosebörse "Wahlstreet"

Ziel der Wahlstreet ist es, eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl liefern. In der Vergangenheit hat die Online-Börse oft das Wahlergebnis genauer vorhergesagt als die Meinungsforschungsinstitute. Aus dem Handel mit Aktien wird deshalb ein verlässliches Prognoseintrument, weil kein "Wahlstreet-Börsianer" seinen Einsatz verlieren will. Dadurch versucht er die Aktien einer Partei nicht teurer zu kaufen als das vermutete Wahlergebnis jener Partei.

Während die Koalitionspapiere gleiche Chancen für eine Schwarz-Gelbe und eine große Koalition prognostizieren, haben CDU und FDP laut Wahlstreet aber immer noch keine eigene Mehrheit. Derzeit hat Schwarz-Gelb an der Prognosebörse 47,80 Prozent, die anderen drei Parteien zusammen 49,71 Prozent. An der Börse wird im Gegensatz zu Forsa, Infratest und Forschungsgruppe mit zwei Stellen hinter dem Komma gehandelt - und die können wahlentscheidend sein.

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