Straßenbahn-Desaster bei Siemens
Kommentar: Bilanz verhagelt

Siemens-Chef Heinrich von Pierer ist schwer sauer: Denn das Straßenbahn-Desaster verhagelt Siemens die gesamte Bilanz. Gestern musste der Konzern bereits über 350 Millionen Euro für die Reparatur der defekten Combino-Bahnen zurück stellen, deutlich mehr als bisher befürchtet.

Das aber könnte nur die Spitze des Eisbergs sein. Von Pierer selbst ist betont vorsichtig und schließt weitere Belastungen nicht aus. Wie hoch diese werden können, ist heute nicht absehbar. Aber es sind rund 400 Combino-Bahnen betroffen, die weltweit von Potsdam über Basel bis Melbourne im Einsatz sind. Für Reparaturen und möglichen Schadensersatz können da schnell hohe Beträge zusammen kommen. Die Risse in der Aluminium-Verkleidung der Straßenbahnen sorgen auch an der Börse für Entsetzen.

Die Siemens-Aktie ging gestern in die Knie. Manch andere Firma würde bei einem solchen Desaster möglicherweise in eine Existanzkrise rutschen und vielleicht in die Knie gehen. Siemens jedoch kann die hohen Verluste dank der breiten Aufstellung auffangen. Bitter für von Pierer: Die guten Ertragsfortschritte in vielen Bereichen werden nun aber aufgezehrt.

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