Strategie der Fluggesellschaft
Kommentar: LTU fehlen die Ideen

Es ist ein Armutszeugnis: Statt endlich Geld zu verdienen, leiht sich LTU-Chef Jürgen Marbach weitere 200 Mill. Euro – und feiert das noch als Erfolg. Die Mutter Rewe musste mit Hilfe von Banken einspringen, um die Liquidität zu sichern und LTU über den Winter zu bringen.

Dabei ist doch klar: Die Zeit der unabhängigen Charter-Flieger ist vorbei. Eingeklemmt zwischen übermächtigen Linienfluggesellschaften und aggressiven Billigfliegern hat sich ihr einst profitables Geschäftsmodell buchstäblich in Luft aufgelöst.

Vor zwei Jahren wäre es noch möglich gewesen, trotz verschärfter Konkurrenz eine klassische Ferienfluggesellschaft erfolgreich neu zu erfinden. Das hat Air-Berlin-Chef Joachim Hunold bewiesen. Doch dazu braucht es neue Ideen. Marbach aber bleibt ein überzeugendes Konzept, das LTU auch in Zukunft in der Luft hält, weiter schuldig. Frisches Geld allein zögert das Ende von LTU nur heraus. Die Pleite des Charter-Fliegers Aero Flight sollte Rewe ein mahnendes Beispiel sein.

 kolf@handelsblatt.com

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum
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