NEW YORK. Der US-Autokonzern General Motors(GM) sträubt sich mit aller Macht dagegen, einen Insolvenzantrag nach Kapitel elf des US-Konkursrechts (Chapter 11) auch nur in Erwägung zu ziehen. Die Liquiditätsreserven des Traditionskonzerns gehen zwar mit rasanter Geschwindigkeit zur Neige, und eine rasche Staatshilfe ist nach der Niederlage im US-Kongress unsicherer denn je. Dennoch beharrt Vorstandschef Rick Wagoner auf seinem Standpunkt, ein Gläubigerschutzverfahren sei "keine Option".
Er warnt davor, dass Kunden im Insolvenzfall keine Autos von GM mehr kaufen und die Abwärtsspirale nur verschärfen würden. Schon im Vormonat hat GM 45 Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Außerdem, betont Wagoner, gebe es im Zuge der Kreditklemme derzeit keine Anschlussfinanzierungen mehr, um später den Gläubigerschutz verlassen zu können. Dann drohte "Chapter 7" - die Liquidation einer Auto-Ikone.
So wie GM denken immer mehr Konzerne in den USA. Für sie ist "Chapter