Streik in Heathrow
Kommentar: Schuldlos getroffen

Moderne Verkehrsflughäfen sind höchst arbeitsteilige Unternehmen. Fällt ein Rädchen aus, steht schnell die ganze Maschinerie still. British Airways erfährt gerade schmerzhaft, wie schnell eine Fluggesellschaft schuldlos außer Gefecht gesetzt wird. Und zehntausende Passagiere lernen, wie schnell ihre Pläne über den Haufen geworfen werden können. Sie kommen nicht nur von BA, denn die Briten wickeln in Heathrow auch die Flüge fünf kleinerer Gesellschaften ab.

British Airways bekommt nun die ganze Wut der Kunden ab, obwohl das Unternehmen nichts dafür kann, dass ein Arbeitskonflikt bei seinem Caterer eskaliert, weil sich eigene Mitarbeiter mit den von Massenentlassungen betroffenen Gategourmet-Angestellten solidarisieren. Durch die hohen Kerosinpreise und die Erfolge von Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet ohnehin schwer unter Druck, muss die Fluggesellschaft nun auch noch die Ausfälle durch die wilden Streiks verkraften. Für schwächere Konkurrenten könnte das schon ein bedrohlicher Schlag sein, doch BA ist einer der finanziell solidesten Firmen der Branche. Und die Signale der Beteiligten deuten darauf hin, dass die illegalen Streiks nicht lange dauern werden.

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