Stromnetze Ernste Situation

Deutschland benötigt dringend neue Übertragungsnetze, um wichtige energiepolitische Ziele zu verwirklichen.
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Droht Deutschland wirklich der Blackout? Die Chefs von Eon und RWE, Wulf Bernotat und Jürgen Großmann, werden momentan nicht müde, vor Engpässen in der Stromversorgung zu mahnen. Und zumindest beim Ausbau der Stromnetze ist die Situation tatsächlich ernst. Die Bundesregierung plant deshalb zu Recht ein Gesetz, das den Bau neuer Leitungen deutlich beschleunigen soll.

In Deutschland kommt der Bau neuer Höchstspannungsleitungen nicht voran. Das hat die unabhängige Bundesnetzagentur jüngst in einem Bericht festgestellt. Und die Behörde macht dafür auch nicht die Betreiber verantwortlich, sondern die langen Genehmigungszeiten und den Widerstand in der Bevölkerung, die auf dem Klageweg wichtige Projekte blockiert.

Dabei benötigt Deutschland dringend neue Übertragungsnetze, um wichtige energiepolitische Ziele zu verwirklichen. Der Ausbau der Windkraft vor den Küsten ist nur möglich, wenn der Strom nach Süden und Westen abtransportiert wird. Um den Wettbewerb auf dem europäischen Energiemarkt in Schwung zu bringen, muss der grenzüberschreitende Handel angekurbelt werden, und dafür sind neue Leitungen nötig. Und auch neue Kraftwerke müssen ans Höchstspannungsnetz angebunden werden.

Bei allem Verständnis für die Rechte der betroffenen Bürger, der Rechtsweg muss eingeschränkt werden. Der Ausbau des Leitungsnetzes ist von solch übergeordneter Bedeutung für die Versorgungssicherheit, dass dies nicht nur angemessen, sondern geboten ist. Noch hat Deutschland die sichersten Stromnetze Europas. Aber nur wenn zügig neue Leitungen gebaut werden, wird das auch weiter so bleiben.

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