Telefónica
Kommentar: Ein müdes Lächeln

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Die Vertragstrafe der EU gegen die spanische Telefónica ist mit 151,9 Mill. Euro zwar weit höher ausgefallen als bei vergangenen Verfahren. Die Spanier, die zuletzt einen Nettogewinn von gut sechs Mrd. Euro erwirtschaftet haben, werden darüber aber trotzdem nur müde lächeln.

Hätten sie die Strafe im vergangenen Jahr zahlen müssen, hätte das den Gewinn von 1,30 Euro pro Aktie zwar um 3 Cent geschmälert. Der Konzern hat durch die jahrelange Behinderung der Konkurrenz aber sicher weit mehr verdient als die 151,9 Mill. Euro, die er nun als Strafe zahlen muss.

Dass es dem Unternehmen überhaupt möglich war, Wettbewerbern überhöhte Gebühren für die Nutzung der eigenen Infrastruktur abzuknöpfen, liegt an der laschen Aufsicht des spanischen Regulierers. Er hat es versäumt, den ehemaligen Monopolisten in die Schranken zu verweisen. Die Regulierungsbehörde CMT kam in einer Untersuchung des laufenden Verfahrens sogar zu dem Schluss, dass die Preise, die Telefónica abverlangte, wettbewerbskonform sind. Das waren sie aber ganz offensichtlich nicht.

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