Telekom
Fatale Konsequenz

Die Deutsche Telekom dementiert Berichte, sie würde nach 2008 weitere 23 000 Stellen streichen wollen. Personalvorstand Heinz Klinkhammer versichert, dass es derzeit auch intern noch keine konkrete Planzahl zu einem weiteren Stellenabbau gebe – zu unsicher seien die regulatorischen und technischen Entwicklungen jenseits des Jahres 2008.

Es ist aber ganz egal, ob solche Zahlen kursieren oder nicht: Klar ist, dass die Telekom auch künftig Mitarbeiter abbauen muss – und zwar eher mehr als weniger. Bis 2010 will Konzernchef Ricke seine Netze komplett auf eine Übertragung über das Internetprotokoll umrüsten. Diese neue Technik benötigt wesentlich weniger Wartung und damit auch weniger Personal als die bisherigen Leitungen.

Hinzu kommt: Die Telekom benötigt Mitarbeiter, die sich mit dieser neuen Technik auskennen. Bei der Festnetzsparte T-Com sind das aber nicht besonders viele. Im Schnitt sind die Beschäftigten dort zwischen 35 und 55 Jahren alt. Damit stammen sie, was ihr technisches Wissen angeht, quasi noch aus einer anderen Generation. Die Telekom weist zwar darauf hin, dass sie künftig neue Stellen im Service schaffen will, um sich gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten. Für diese Jobs wird sie aber kaum ihre hoch bezahlten Beamten motivieren können, die noch die Hälfte der 80 000 T-Com-Mitarbeiter ausmachen. Das bedeutet:Selbst wenn der Konzern keine Stellenstreichungen in großem Stil plant – um einen weiteren, umfangreichen Personalabbau wird er nicht herumkommen.Für die Mitarbeiter ist das keine gute Botschaft. Auch deshalb nicht, weil 2008 ein Beschäftigungspakt endet, der sie vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt hat.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid
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