Telekom
Kommentar: Vorwärtsverteidigung

Das sind neue Töne aus Bonn: Die Deutsche Telekom erklärt den Schuldenabbau für beendet und will ab dem kommenen Jahr mit aller Macht ihren Umsatz steigern. Hinter dieser Ankündigung steckt das Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.

Seit Monaten muss der Bonner Riese zusehen, wie ihm sein wichtigster Markt, das klassische Telefongeschäft im Festnetz, wegbricht. Die Deutschen nutzen immer mehr das Handy und werden künftig von zu Hause aus immer häufiger via Internet plaudern. Auch im bisherigen Wachstumssegment, dem Mobilfunk, kommt Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke unter Druck: Der Trend zu Billigmarken wie Simyo zwingt die aus Unternehmenssicht paradiesisch hohen Mobilfunkpreise und Margen in die Knie.

Zusätzlich zur Marktentwicklung sitzt der Telekom die Regulierungsbehörde Bundesnetzagentur im Nacken. Sie muss am Markt für Telekommunikation für mehr Wettbewerb sorgen und die Dominanz des Ex-Monopolisten brechen. Als Befreiungsschlag wirft die Telekom ihre schiere Größe und Finanzkraft in die Waagschale. Sie kann auch knappe Margen eine längere Zeit durchhalten.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid
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