Thyssen-Krupp Kommentar: Der Fluch des Erfolgs

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Mit den heute vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal des noch bis Ende September laufenden Geschäftsjahres 2006/2007 hat der Düsseldorfer Mischkonzern die Erwartungen der Finanzmärkte klar übertroffen. Und was macht die Aktie? Sie bricht zu Handelsbeginn um mehr als fünf Prozent ein.

Fundamental ist diese heftige Kursreaktion nicht begründet. Thyssen-Krupp hat bereits nach neun Monaten mit einem Vorsteuerergebnis von knapp 2,9 Mrd. Euro mehr verdient als in den zwölf Monaten des Vorjahres und dürfte dieses Jahr ein neues Rekordergebnis von 3,8 Mrd. Euro erzielen.

Doch die durch die Krise der amerikanischen Hypothekenbanken ausgelöste Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten trifft die Aktien der Stahlproduzenten härter als andere Branchen. Denn nach den überdurchschnittlich starken Kursgewinnen in den vergangenen zwei Jahren ist auch die Aktie von Thyssen-Krupp, die noch 2006 bester Wert im Dax war, nun besonders anfällig für Gewinnmitnahmen.

Gegen Mittag scheint die Verkaufswelle aber bereits abzuebben. Das Kursminus beträgt nun nur noch knapp zwei Prozent. Auch wenn viele Branchenkenner erwarten, dass es dem Ruhrkonzern schwer fallen wird, das diesjährige Ergebnisniveau 2008 noch einmal zu toppen: Beim akuellen Kurs, ein Fünftel unter dem Höchstand von Anfang Juli, ist die Aktie von Thyssen-Krupp ausgesprochen billig.

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