Tui
Brodeln im Sommerloch

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui ist derzeit ein beliebtes Objekt für beliebige Spekulationen.
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Seit am Montag die Frist ablief, bis zu der Interessenten ihr zunächst noch unverbindliches Kaufangebot für die Reederei-Tochter Hapag-Lloyd abgeben konnten, brodelt es im Sommerloch.

Schon vor offiziellem Fristende - als theoretisch noch Angebote eintreffen konnten - wusste eine "mit dem Thema vertraute Quelle": Die Angebote lägen unter vier Milliarden Euro, damit seien sie für Tui indiskutabel. Folgerichtig wurde weiterspekuliert: Dann kann die Tui ja eigentlich den Verkauf nur noch abblasen. Die, die sagen könnten, was dran ist an solchen Gerüchten, schweigen hartnäckig. Weder die Tui selbst noch die beiden Bietergruppen, die immerhin die Angebotsabgabe mitgeteilt haben, wollen sich zu Kaufpreisvorstellungen äußern.

Wie sollen sie auch. Unternehmensverkäufe sind bekanntlich komplexe Vorgänge, die tiefe Einblicke in die Bücher fordern - nicht zuletzt, um den angemessenen Preis zu finden. Diese Due-Diligence-Prüfungen stehen naturgemäß noch aus.

So sind im Nebel der Gerüchteküche derzeit nur Pokerspieler zu erblicken: Klar, dass die Käuferseite wenig zahlen will. Klar auch - von Tui-Chef Michael Frenzel ausdrücklich erklärt: Der Verkäufer will möglichst viel Geld sehen.

Hinter dem Nebel ist noch der Großaktionär John Fredriksen zu sehen, der statt des Verkaufs von Hapag-Lloyd lieber einen "Spin- off" will, die Aufteilung der Tui in einen Reise- und einen Schifffahrtskonzern, beide börsennotiert. Noch ein Gerücht: Frenzel bläst den Verkauf ganz ab und schwenkt auf die Fredriksen-Linie ein. Noch eins: Mangels guter Ertragsaussichten lässt er alles beim Alten. Wer weiß ...

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