TUI
Prinzip Hoffnung

Richtig überzeugend wirkte es nicht. Gegen Ende einer intensiven Befragung durch Journalisten griff Tui-Konzernchef Michael Frenzel zum Bild des Hamsters im Rad.

Was der Konzern, Nummer eins in der europäischen Touristik und Nummer fünf in der weltweiten Containerschifffahrt, auch anstelle – die benötigten Ertragssteigerungen würden von widrigen Umständen immer wieder aufgezehrt. Das klang verzagt. Und das zu Recht. Denn das, was Frenzel volltönend als „Neuausrichtung der Tui“ nach der seit langem mit Spannung erwarteten Strategiesitzung seines Aufsichtsrats verkündete, war über die Kostensenkungen hinaus nicht viel.

Ansonsten regiert bei der Tui weiterhin das Prinzip Hoffnung. Hoffnung darauf, dass die Containerschifffahrt möglichst rasch wieder an alte Boomzeiten anknüpfen kann und dann wieder gutes Geld verdient. Ob es so kommt, ist nicht gesagt. Hoffnung auch auf der Angebotsseite: mehr Hotelbetten und der Einstieg ins Massengeschäft mit Billig-Kreuzfahrten. Ob sich die Investitionen lohnen, muss sich erst noch zeigen. Auch der geplante neue Flugauftritt der fünf Tui-Airlines als gemeinsame Marke sieht nicht nach großem Wurf aus. Dem Kunden aus Großbritannien, Skandinavien oder Deutschland wird es ziemlich gleich sein, dass der Flieger künftig gelb statt blau lackiert ist und nicht mehr Thompsonfly, Hapagfly oder HLX, sondern Tuifly heißt.

Schlüssig erscheint lediglich die Idee, Flug- und Internetportal zu verknüpfen: Denn der Kunde, der einen Billigflug am eigenen Computer bucht, ist naturgemäß ein potenzieller Kunde für weitere Reisebausteine. Nur muss er mitbekommen, dass er nicht mehr bei der gerade am

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%