Übernahmekampf um Endesa
Die Karten sind neu gemischt

Der Übernahmekampf um Endesa wird für Eon-Chef Wulf Bernotat zur unendlichen Geschichte. Durch den überraschenden Einstieg des spanischen Baukonzerns Acciona werden die Karten neu gemischt. Bernotat muss seine Offerte von rund 27 Mrd. Euro um über 6 Mrd. Euro aufstocken, um erfolgreich zu sein. Aber rechnet sich das noch für den Branchenriesen?

Auf den ersten Blick kann Bernotat mit dem neuen Endesa-Aktionär gut leben. Der Einstieg des spanischen Unternehmens könnte es Madrid leichter machen, die Blockadehaltung gegen den deutschen Konzern aufzugeben und die hohen Auflagen zu kippen. Eon hätte damit die bislang höchste Hürde, die schwer kalkulierbare politische, aus dem Weg geräumt.

Allerdings hat Acciona mit den 32 Euro je Aktie, die der Konzern für seine 10-Prozent-Beteiligung bezahlt hat, eine hohe Messlatte für Eon gesetzt. Dass der Konzern seine Offerte von derzeit 25,4 Euro je Aktie aufstocken muss, war klar. Aber weniger als die 32 Euro je Aktie wird das Endesa-Management und werden die Aktionäre jetzt kaum akzeptieren – und das ist ein stolzer Preis, bei dem Eon seine strikten Finanzkriterien nur mit Mühe einhalten kann.

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