Umfragevergleich
Verluste im Osten, Patt im Bund

Die Bundestagswahl wird für Schwarz-Gelb immer mehr zur Zitterpartie. Gleich mehrere neue Umfragen bescheinigen der Union Verluste vor allem im Osten. Einige Meinungsforscher sprechen bereits von einem Stimmungsumschlag. Eine Mehrheit der Befragten ist demnach plötzlich gegen einen politischen Wechsel.

HB BERLIN. Während eine Koalition aus Union und FDP in einer Emnid-Umfrage für N24 noch eine knappe Mehrheit behauptet, weist der ARD-Deutschlandtrend wie in der Vorwoche einen Patt zwischen Schwarz-Gelb und den übrigen Parteien aus. In beiden Umfragen verliert die Union vor allem im Osten Wähler.

In der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage für N24 käme die Union auf 41 Prozent, wenn am Sonntag Wahl wäre. Das wären zwei Prozentpunkte weniger als in der vorigen Umfrage. Die SPD kann in gleichem Umfang auf nunmehr 28 Prozent zulegen. Die Linkspartei verliert leicht auf zwölf Prozent (minus eins), während die Grünen bei acht Prozent bleiben und die FDP einen Punkt auf acht Prozent gewinnt. Mit zusammen 49 Prozent lägen Union und FDP einen Punkt vor den übrigen Parteien.

Im ARD-Deutschlandtrend von Infratest dimap käme die Union wie in der Vorwoche auf 42 Prozent, die FDP bliebe bei sechs Prozent. Gemeinsam erreichten sie 48 Prozent. Damit ergäbe sich ein Patt mit SPD, Grünen und Linkspartei. Der Deutschlandtrend hatte vorige Woche erstmals seit Februar und als weiterhin einzige Umfrage keine Mehrheit mehr für ein schwarz-gelbes Bündnis ergeben. Die SPD behauptet ihren Vorwochen-Wert von 29 Prozent, die Grünen gewinnen einen Punkt auf neun Prozent. Die Linkspartei verliert bundesweit einen Punkt auf zehn Prozent.

Besonders stark verliert die Union im Osten Deutschlands. Dort käme sie nach beiden Umfragen auf 27 Prozent, was bei Emnid einen Verlust von drei Punkten und bei Infratest dimap einen Verlust von zwei Punkten gegenüber der Vorwoche bedeutet. Stärkste Kraft bleibt im Osten beiden Umfrage zufolge die Linkspartei, die jedoch Einbußen hinnehmen muss.

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