Umstrukturierung
Scherings kleiner Wurf

Schering-Chef Hubertus Erlen ist ein Mann der besonnenen Entscheidungen. Das prägt auch seinen Entwurf für den Umbau des Berliner Pharmakonzerns, der dem Konsolidierungsdruck der Branche trotzt. Die Investoren warten seit Monaten gespannt, wie Erlen sein ambitioniertes Renditeziel für das Traditionsunternehmen umsetzen will. Gehandelt wurden allerlei Spekulationen, vom Verkauf der Diagnostiksparte bis zur Fusion. Manchem mag der nun eingeschlagene Weg als fader Kompromiss erscheinen. Schon lange war klar, dass Scherings Dermatologiesparte aus eigener Kraft die kritische Masse nicht erreichen würde. Als sich abzeichnete, dass auch ein Zukauf in diesem überteuerten Segment jenseits des Möglichen lag, wäre ein Ausstieg konsequent gewesen.

Stattdessen will Erlen nur ausgliedern und zumindest eine Minderheit behalten. Dergleichen Zögerlichkeit schätzt die Börse meist nicht. Bis das Renditeziel erreicht wird – übrigens durch einen schrittweisen, aber radikalen Personalabbau – dürfte der Aktie noch eine Durststrecke bevorstehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%