Unternehmensteuer
Echter Fortschritt

Die geplante Reform der Unternehmensteuer nutzt dem Standort Deutschland. Wie positiv sie tatsächlich wirkt, dringt in der Debatte über die Arbeit der großen Koalition bislang aber kaum durch. Unternehmen und Wirtschaftsverbände wollen erst das Kleingedruckte, also den Gesetzentwurf mit allen Details, lesen, bevor sie zu applaudieren wagen.

Die SPD-Linke missversteht die Senkung des Steuersatzes als Geschenk an Großkonzerne. Die Medien wiederum betrachten es grundsätzlich nicht als ihre Aufgabe, die Regierung zu loben. Und generell enttäuscht sind all jene, die in ihrer Sehnsucht nach dem ganz großen Wurf echten Fortschritt kaum mehr wahrnehmen.

Ziel dieser Reform ist es, die Besteuerung von Unternehmen international wettbewerbsfähig zu gestalten. Dieses Ziel wird mit der geplanten Senkung des Steuersatzes von knapp 40 auf knapp 30 Prozent erreicht. Eine Reduzierung um ein Viertel ist ein Zeichen gerade auch an ausländische Investoren, dass Deutschland sie einladen will. Die heutigen Sätze sind die höchsten Europas, die neuen liegen im Mittelfeld der alten EU-Staaten. Sie sind auch damit nicht, wie mancher in der SPD

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
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