US-Energiegesetz
Gegenwind für den Bremser

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Präsident George W. Bush hat sich dem Druck gebeugt, der national und international auf der US-Regierung lastet. Seine von Milliardenverlusten geplagte Autoindustrie muss jetzt in die Entwicklung von PKW und Kleinlaster investieren, die bis 2020 im Durchschnitt 40 Prozent weniger Sprit schlucken müssen als bisher. Die Zielgröße 6,7 Liter auf 100 Kilometer ist eine anspruchsvolle Hausaufgabe für die Erfinder von Jeep und Hummer. Vielen indes geht die Regelung noch nicht weit genug.

Bush hat das Bremserhäuschen in Sachen Klimaschutz nicht verlassen: Den Plan von Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger und 16 weiteren US-Bundesstaaten, eigene und schärfere Richtlinien zu setzen, lehnte Bushs Umweltbehörde EPA umgehend ab. Die Gegner zogen sich auf das Argument zurück, dass ein Flickenteppich an Grenzwerten weder der Umwelt diene noch der Autoindustrie und ihren Kunden.

Allein die Diskussion darüber zeigt, welch heftiger Gegenwind der Autolobby und ihrem industriefreundlichen Präsidenten ins Gesicht bläst. Von Kalifornien über New Mexico und New York bis ins Gebirge nach Vermont – immer weniger Bundesstaaten wollen auf die Weisungen aus Washington warten. Die US-Demokraten nehmen diese Stimmung dankbar auf.

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