US-Wahlkampf
Obamas geschwächter Herausforderer

Noch vor Beginn des eigentlichen Wahlkampfes hat Mitt Romney Profil verloren. Die Wähler wissen kaum, wofür er steht. Seine republikanischen Herausforderer liefern zudem allerhand Munition für Angriffe der Demokraten.
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Seinen Rivalen Rick Santorum ist Mitt Romney nun zwar los. Doch die Ideen des Sozialkonservativen werden den designierten Herausforderer von Barack Obama noch lange verfolgen. Weit nach rechts gedrängt hat Santorum im zähen Vorwahlkampf den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts. So weit, dass es Romney schwerfallen wird, aus dieser Ecke wieder herauszukommen. Und gewiss ist: Obama wird dem 65-Jährigen dazu kaum eine Chance geben.

Der Präsident trommelt bereits nach Kräften populistisch gegen den superreichen früheren Investmenbanker Romney. Für das Weiße Haus ist dabei die Wahlkampfformel schon gefunden: Soziale Fairness gegen Sozialdarwinismus. Sieben lange Monate bis zum Wahltermin Anfang November werden die USA nun dieses Thema und diese Gegenüberstellung begleiten. Hier der um sozialen Ausgleich bemühte Barack Obama. Dort der kaltherzige Kapitalist Mitt Romney.

Die Wahlkampfmannschaft des Präsidenten kann dabei reichlich aus dem Fundus des republikanischen Vorwahlkampfs schöpfen. Mitt Romney war die Zielscheibe sämtlicher anderer Kandidaten, die ihn mal als verkappten Liberalen, mal als irrlichternden Opportunisten, dann als hartherzigen Wall-Street-Banker schmähten. Und kaum etwas ist in einem Wahlkampf effektiver, als Angriffe aus dem gegnerischen Lager zu zitieren.

Romneys Problem ist, dass sich tatsächlich die meiste Kritik an ihm gut belegen lässt. Als Gouverneur hat er zwischen 2003 und 2007 in Massachusetts eine Gesundheitsreform ins Werk gesetzt, die der Obamas in zentralen Punkten entspricht. Auch er hat darauf gebaut, dass sich ein großer Anteil der Einwohner krankenversichert - wenn es sein musste, unter Androhung von Strafen. Obamas Gesundheitsreform versucht genau dies auf nationaler Ebene. Romneys Plan, Obamas Gesundheitsreform zu stoppen, ist deshalb höchst unglaubwürdig.

Legendär sind Romneys zahllose Positionswechsel - ob beim Thema Einwanderung, Steuersenkungen, Abtreibung oder Klimawandel. Dass sich Meinungen und Einstellungen im Laufe eines Politikerlebens ändern - geschenkt. Nur scheinen bei Romney diese Anpassungen System zu haben. Sie drücken das Verlangen aus zu gefallen: der Partei, den Wählern, sich selbst. Daraus nährt sich Romneys Imageproblem: dass nicht klar ist, für welche Inhalte er steht.

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In die Ecke gedrängt

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  • Ich bin Mitt Romney Fan und ein konservativer Wähler. Obama steht für Sozialismus und Ausufern des Wohlfartstaates sowie Einschränkung der Freiheit sowie Aufkündigung des bewährten westlichen Bündnisses. Mitt Romney wird als neuer Präsident der westlichen Welt gut tun und das stabile Kräftegleichgewicht wieder herstellen, das Obama ins Wanken gebracht hat.

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