Vattenfall
Kommentar: Ein erstes Opfer

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Vattenfall Europe hat reagiert. Zweieinhalb Wochen nach den Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel hat das Unternehmen erste personelle Konsequenzen gezogen und den Chef der Kernkraftsparte, Bruno Thomauske, gefeuert.

Die Hintergründe der Personalie liegen auf der Hand: Mit dem Bauernopfer will das Unternehmen die erhitzten Gemüter in der Öffentlichkeit beruhigen. Gleichzeitig wird Vorstandschef Klaus Rauscher aus der Schusslinie genommen, über dessen eigene Ablösung zuletzt heftig diskutiert wurde. Ob beides gelingt, bleibt abzuwarten. Sollte die Debatte über die Sicherheitskultur und die Kommunikationspolitik bei Vattenfall Europe unvermindert weiter gehen, wird der Chef des schwedischen Mutterkonzern, Lars Göran Josefsson, an einer Ablösung Rauschers vermutlich nicht vorbei kommen.

Klar ist aber, dass mit dem Auswechseln von Führungskräften die Probleme von Vattenfall nicht zu beheben sind. Das Unternehmen hat nach den Störfällen eklatante Mängel im Krisenmanagement und der Kommunikationskultur offenbart – und das in einem der sensibelsten Bereiche überhaupt. Vattenfall will sich zwar nun auch unabhängigen Expertenrat herein holen. Das dürfte aber nicht reichen. Das Unternehmen muss seine Unternehmenskultur grundsätzlich überdenken.

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