Vattenfall
Kommentar: Notwendiger Neuanfang

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Klaus Rauscher blieb letztlich keine andere Wahl: Der Vorstandschef von Vattenfall Europe zieht mit seinem Rücktritt die richtigen Konsequenzen aus der Pannenserie in den Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel. Die Aufarbeitung ist damit aber noch nicht zu Ende. Vattenfall muss seine Sicherheitskultur grundlegend überdenken. Die Art und Weise, wie Vattenfall Europe nach den Störfällen am 28. Juni agierte, war beispiellos schlecht. Zuerst verharmlost das Unternehmen den Zwischenfall in Krümmel, verschweigt zunächst der Öffentlichkeit, dass es auch im Reaktor Unregelmäßigkeiten gegeben hat. Dann rückt man erst nach und nach und auf Druck der Aufsichtsbehörden mit allen Informationen heraus. Sogar die Staatsanwaltschaft musste tätig werden.

Dass sich Vattenfall nun um Schadensbegrenzung bemüht, ist selbstverständlich. Der Konzern muss möglichst schnell Vertrauen zurückgewinnen. Mit Personalien ist es freilich nicht getan. Der Konzern muss glaubhaft machen, dass er mit dem Thema Kernkraft künftig so sensibel umgeht, wie es angemessen ist.

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