Verkauf von Salomon
Kommentar: Adidas handelt endlich

Es wurde Zeit: Endlich hat sich Adidas von seiner angeschlagenen Ski- und Outdoorsparte Salomon getrennt. Viel zu lange hat Adidas-Chef Herbert Hainer zugeschaut, wie Gewinn und Umsatz bei den Franzosen abbröckelten.

Im abgelaufenen ersten Quartal fuhr Salomon einen bitteren Verlust von 25 Millionen Euro ein und belastete den zweitgrößten Sportkonzern der Welt damit schwer.

Seit dem Kauf im Jahr 1997 hat Salomon Adidas wesentlich mehr Ärger als Freude bereitet. Zwar erschlossen sich die Franken durch die Übernahme mit dem Wintersport ein ganz neues Geschäftsgebiet. Viel schwerer wogen aber die hohen Schulden, unter denen Adidas jahrelang zu leiden hatte. Zudem kam Salomon nie richtig in Fahrt. Während die Marge des Erzrivalen Puma immer neue Höhen erreichte, wurde Adidas durch seine schwache Outdoor-Tochter gebremst.

Damit ist jetzt Schluss, und das ist gut so. Adidas kann sich nun endlich wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren, auf dem deutlich höhere Gewinnspannen zu erzielen sind.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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