Vier Fragen an Willi Berchtold
„Die größte IT-Messe der Welt“

Das Handelsblatt sprach im Vorfeld der Cebit 2007 mit Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbands Bitkom, über die Zukunft der weltgrößten Computermesse.

Herr Berchtold, hat sich die Cebit überholt?

Die Cebit ist nach wie vor die größte IT-Messe der Welt. Sie ist mit Abstand der wichtigste Treff der Branche. Und sie ist wirklich international, denn jeder vierte Besucher kommt aus dem Ausland.

Trotzdem kommen Jahr für Jahr weniger Aussteller und Besucher.

Sicher gibt es immer wieder Unternehmen, die absagen. Aber es gibt auch welche, die neu hinzu kommen oder zurückkehren, zum Beispiel die Software AG oder Sony Ericsson.

Viele Unternehmen beklagen, dass die Cebit zu stark auf Privatleute ausgerichtet ist.

Das stimmt so nicht. 85 Prozent der Besucher kommen aus dem professionellen Bereich. Diesen Anteil wollen die Veranstalter weiter steigern. 2008 wird die Cebit den Fokus noch stärker auf Fachbesucher richten. Und da die Messe dann einen Tag kürzer sein wird, sinken auch die Kosten für die Aussteller.

Die Musik in der IT-Branche spielt inzwischen in Asien. Ist damit nicht langfristig der Niedergang der IT-Messen in Deutschland programmiert?

Das sehe ich nicht so. Denn für viele Hersteller aus Asien ist die Cebit ein Schaufenster, um ihre Produkte international zu vermarkten. Diesen Firmen hilft es enorm, wenn sie sich in Hannover zeigen können und nicht nur in ihren Heimatländern.

Das Gespräch führte Joachim Hofer.

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