Vodafone
Gestutzt

Mit dem Verkauf der Beteiligung an Swisscom Mobile setzt Vodafone-Chef Arun Sarin den Schlusspunkt unter ein Jahr, das er wohl lieber schnell vergessen würde.

Fast 50 Milliarden Euro Wertberichtigungen, eine beispiellose Kampagne großer Investoren gegen seine Amtsführung, ein Machtkampf im Verwaltungsrat und unvermittelte Abgänge treuer Gefolgsleute – es fällt schwer, sich eine schlimmere Serie auszumalen. Doch Sarin hat es geschafft: Er sitzt zumindest für den Moment sicher im Sattel, hat die Aktionäre mit Ausschüttungen von fast 30 Milliarden Euro ruhig gestellt und kann mit erneuerter Führungsmannschaft nach vorne blicken. Dort gibt es für das nächste Jahr eine Menge Herausforderungen zu sehen. Auf den Kernmärkten in Europa muss Vodafone Wege zu neuem Wachstum finden. Kombiangebote aus Mobilfunk und schnellem Festnetz sollen die Kunden locken, doch man darf sie getrost als defensiv verstehen. Schließlich drängen vor kurzem noch unerwartete Konkurrenten wie Kabelfernsehanbieter mit noch viel dickeren Bündelangeboten in Vodafones Revier ein.

Auf neuen Wachstumsmärkten wie der Türkei, Ägypten oder Indien kann Vodafone mit langer Erfahrung in Technik und Vermarktung auf weitere Erfolge hoffen. Doch weitere Zukäufe werden nötig sein, um die schwächeren Ergebnisse in Europa auszugleichen. Wie ein Bumerang wird das Thema USA

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%