Volkswagen
Kommentar: Chance zum Neuanfang

Von Tag zu Tag nimmt der Korruptionsskandal bei Volkswagen monströsere Ausmaße ein: Manager, die sich bereichert haben - Betriebsräte, die auf Firmenkosten leichte Mädchen einfliegen ließen. Allerorten Filz, Gier und Bestechlichkeit. Doch der Skandal hat auch sein Gutes: Er wird helfen, Volkswagen zu erneuern und damit den größten Autohersteller Europas zukunftsfähig zu machen. Denn die Konsensmentalität, die VW seit jeher prägt, hat die ungute Verflechtung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen zur Folge gehabt. Und sie hat zu Kostenstrukturen geführt, die das Unternehmen mittelfristig in den Ruin führen werden.

Wie kann es sein, dass ein Volkswagen-Werker viel mehr verdient als ein Arbeiter der wesentlich profitableren Konzerntochter Audi? Für die Führungsspitze um Bernd Pischetsrieder ist der Skandal eine große Chance, die Macht der Gewerkschaften zu brechen. Dafür müssten aber alle Architekten des alten Systems die Brücke verlassen. Die wichtigsten heißen Personalvorstand Peter Hartz und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch.

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