Wahlkampf
Kakophonie um Kirchhof

War das nun besonders clever von den CDU-Landesfürsten, der Union wenige Tage vor der Wahl noch eine Debatte über ihren großen, beleidigten Ex-Hoffnungsträger Friedrich Merz aufzuzwingen? Oder war es besonders töricht? Die Antwort ist: Kommt drauf an, für wen.

Clever war der Schachzug, wenn es um die höchst persönlichen Eigeninteressen der Herren Ministerpräsidenten geht. Mit einer großen Koalition sind sie besser dran, könnten sie doch an einem solchen Bündnis Angela Merkel in aller Ruhe scheitern lassen, um in zwei, drei Jahren selbst nach Macht und Kanzlerkandidatur zu greifen. Einstweilen können sie Merkel die Schuld daran zuschieben, wenn es schief geht mit Schwarz-Gelb: Seht her, Kirchhof war eine schlechte Idee. Wir haben noch zu retten versucht, was wir retten konnten. Aber leider, leider...

Töricht ist der Schachzug vom Standpunkt der Union her gesehen. Man fährt nicht wenige Tage vor der Wahl der Wahlkampfleitung in die Parade. Das weiß jeder. Auch die Ministerpräsidenten.

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