Wende im Atomstreit
Ein starkes Signal

Der Streit um das iranische Atomprogramm hat einen wichtigen, vielleicht historischen Wendepunkt erreicht. Zum ersten Mal seit Jahren sind sich die fünf Veto-Mächte im Weltsicherheitsrat einig. Zum ersten Mal haben es Europäer und Amerikaner geschafft, Russen und Chinesen ins Boot zu holen. Von dieser Einigung geht ein starkes Signal der internationalen Gemeinschaft aus, dass man sich von den Mullahs in Teheran nicht an der Nase herumführen lassen will.

Dies ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass der Konsens auf wackligen Beinen steht. In der Internationalen Atomenergie-Agentur, die sich am Donnerstag mit dem Fall beschäftigt, ist noch keine Mehrheit für die neue, härtere Gangart sicher. Im Weltsicherheit, der sich erst im März einschalten will, zeichnet sich auch keine klare Strategie ab. Dies könnten die Hardliner in Teheran und in Washington nutzen, um eine friedliche Lösung des Atomstreits zu torpedieren. Die Diplomaten müssen auf der Hut sein, um eine Eskalation zu verhindern.

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