WestLB

Neues Spiel

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Die Ankündigung von NRW-Finanzminister Helmut Linssen, das 38-Prozent-Paket an seiner Landesbank nicht mehr länger zum Verkauf zu stellen, ist kein ungeschickter Schachzug. Denn der erzielbare Preis dürfte angesichts des Zustands der Bank derzeit mehr als gedrückt sein. Und bei genauerem Hinsehen hat sich damit die Zahl der Optionen für das Land kaum verändert.

Wegfallen dürfte wahrscheinlich nur die Variante eines Einstiegs durch einen Finanzinvestor. Aber diese Alternative ist angesichts der Verwerfungen an den Finanzmärkten sowieso relativ unwahrscheinlich geworden. Den Private-Equity-Häusern sind mangels ausreichender Fremdfinanzierung momentan die Hände gebunden. Und politisch wäre die Hereinnahme einer „Heuschrecke“ ausgerechnet durch „Arbeiterführer“ Jürgen Rüttgers angesichts der politischen Großwetterlage wohl mehr als schwierig geworden.

Dagegen sind die übrigen bisher diskutierten Optionen durch den Verkaufsstopp so gut wie nicht tangiert. Eine Fusion mit der Stuttgarter Landesbank ist unverändert denkbar, das Land NRW würde seine Anteile dann einbringen. Und die vertikale Fusion mit Sparkassen bleibt ebenfalls im Spiel, vielleicht angereichert um die Mittelstandsbank IKB. Sollte sich die WestLB dann in ein paar Jahren gefangen haben, könnte das Land immer noch aussteigen, warum nicht dann auch über die Börse. Trotz ihrer bedrohlichen Lage ist nicht einmal ausgeschlossen, dass die WestLB bei einem Bieterprozess um die IKB zum Zuge kommt. Hier fällt im Eigentümerkreis jetzt gerne das Wort von der „Kapitalerhöhung durch Dritte“. Dabei würden die bisherigen Eigentümer nicht mitziehen, aber eine potente Adresse von außen könnte ins Spiel kommen.

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