Yukos
Kommentar: Offene Karten

Im Fall Yukos liegen die Karten jetzt auf dem Tisch: Die Baikalfinanzgruppe wurde vom staatlich kontrollierten Ölkonzern Rosneft geschluckt. Damit ging auch das Herzstück von Yukos, die Fördertochter Yuganskneftegaz, in Staatsbesitz über. Die Auktion am vergangenen Sonntag, als zunächst die unbekannte Finanzgruppe den Zuschlag erhalten hatte, war also das, was unabhängige Beobachter sofort vermutet hatten - ein reines Ablenkungsmanöver und ein juristischer Trick, um die Klagen der Yukos-Eigner ins Leere laufen zu lassen.

Und auch die Hintergründe der gesamte Affäre um Yukos, mit ihren vordergründig verwirrenden Wendungen, sind nicht mehr zu übersehen: Es geht schlicht um den Versuch des russischen Staates, einen Energieriesen aufzubauen und zu kontrollieren - egal, mit welchen Mitteln. Auch die Aussagen, der ebenfalls staatlich kontrollierte Gaskonzern Gazprom sehe von seinen Fusionspläne mit Rosneft ab, sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Offenbar soll der Weltkonzern zunächst lediglich aus der Schusslinie gebracht werden.

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