Morning Briefing 14. März Droht ein Kalter Krieg 2.0?

Kommentieren

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
Donald Trump hält die Welt in Atem. Mit dem Rausschmiss von Außenminister Rex Tillerson verlässt einer der letzten Diplomaten die US-Regierung. Nachfolger Mike Pompeo gilt als außenpolitischer Hardliner. Ein Handelskrieg wird mit dieser Personalie noch wahrscheinlicher. Die Bundesregierung ist alarmiert, und der Dax schloss mit Verlusten. Zu Recht: Im Weißen Haus gibt es bald niemanden mehr, der die Sprache einer freiheitlichen Weltordnung spricht.

Quelle: Reuters
Trump hat die Übernahme von Qualcomm wegen Sorgen um die nationale Sicherheit verboten.

Wie ernst es Trump mit dem Schutz heimischer Arbeitsplätze meint, zeigt eine andere Entscheidung des US-Präsidenten: Die geplante Übernahme des US-Chipherstellers Qualcomm durch den Rivalen Broadcom aus Singapur hat Trump untersagt. Der Grund: die Gefährdung der nationalen Sicherheit. Die Entscheidung ist ein Alarmsignal für internationale Investoren. Wenn Trump so weitermacht, wird er selbst zum größten Risiko für die amerikanische Volkswirtschaft.

Quelle: Reuters
Großbritanniens Regierungschefin Theresa May droht Putin mit Sanktionen.

Großbritannien verdächtigt Moskau, für den Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Skripal in der englischen Kleinstadt Salisbury verantwortlich zu sein. Regierungschefin May droht Putin mit Sanktionen, sollte sich Moskau nicht zu dem Mordversuch äußern. Auch Kanzlerin Merkel verlangt Aufklärung vom Kreml. Moskau weist die Vorwürfe entschieden zurück und droht mit Gegenmaßnahmen. Das sind nicht nur Wortgefechte, Europa steht vor einer schweren Krise mit Russland. Droht ein Kalter Krieg 2.0?

Die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst planen noch vor Ostern Warnstreiks. Verdi-Chef Bsirske drohte mit Ausständen „in der gesamten Breite“ des öffentlichen Dienstes. Betroffen sind auch Flughäfen. Den Ferienverkehr zu Ostern will Verdi in diesem Jahr aber nicht lahmlegen. Der Hintergrund für die Kehrtwende ist ganz einfach: Auch Gewerkschaftsbosse wollen stressfrei in den Urlaub.

Quelle: dpa
Oliver Bierhoff diskutierte mit dem Handelsblatt über die Nationalmannschaft und die WM in Russland.

200 Handelsblatt-Leser haben gestern Abend einen energischen Oliver Bierhoff erlebt. Der Manager der Fußballnationalmannschaft sprach mit meinem Kollegen Thomas Tuma über Stress von Spitzensportlern, den Rauswurf von Damen-Bundestrainerin Steffi Jones und die Chancen bei der WM in Russland. Seine Mahnung: Die Nationalmannschaft habe es sich nach dem Gewinn des WM-Titels vor vier Jahren in der Komfortzone des Weltmeisters bequem gemacht. Hoffentlich wirkt der Weckruf!

Ich wünsche Ihnen einen aufregenden Tag.
Herzliche Grüße,
Ihr Sven Afhüppe
Chefredakteur

Hier können Sie das Morning Briefing abonnieren.

Morning Briefing: Alexa
Startseite

Mehr zu: Morning Briefing 14. März - Droht ein Kalter Krieg 2.0?

0 Kommentare zu "Morning Briefing 14. März: Droht ein Kalter Krieg 2.0?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%