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Mao sorgte für die große Öffnung

Von der kaiserlichen Weltmacht, über Hundert Jahre Demütigung, zurück zur aufstrebenden Großmacht: Chinas Stellung in der Welt schwankte in der Geschichte – kaum aber die Haltung dem Fremden gegenüber.
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DüsseldorfWenn es eine Konstante in Chinas Umgang mit dem Fremden gibt, dann wohl diese: „Das Ausländische für China nutzbar machen“ (Yang wei zhong yong). Zwar goss erst Mao Zedong diese Haltung in Worte. Doch das Motto lässt sich über die Jahrhunderte hinweg zurückverfolgen. Allein die Umsetzung variierte mit Chinas schwankender Machtposition und dem Selbstbewusstsein anderer Staaten gegenüber.

Als die erste kaiserliche Han-Dynastie im dritten vorchristlichen Jahrhundert an die Macht kam, wuchs Chinas Selbstbewusstsein stetig. Mit der Staatsphilosophie des Konfuzianismus und der Theorie des kaiserlichen Himmelssohns fühlte China sich allen anderen Völkern zivilisatorisch überlegen. Mit Erfindungen wie Schießpulver, Kompass, Papier und Druck war das Reich der Mitte den Europäern lange Zeit weit voraus – was die Chinesen in ihrem Überlegenheitsgefühl bestärkte.

Auch Beziehungen zu anderen Staaten ließ China bis ins 19. Jahrhundert nur dann zu, wenn diese die Überlegenheit des chinesischen Kaisers anerkannten – und sich vor ihm niederwarfen. Noch deutlicher zeigte sich das Prinzip „Das Ausländische für China nutzbar machen“ ab dem 16. Jahrhundert: Der chinesische Kaiser ließ zu, dass Jesuiten und Franziskanermönche in seinem Reich missionierten.

Unter einer Bedingung: Zuerst mussten die Missionare ihre umfangreichen Kenntnisse in Astronomie, Mathematik und Naturwissenschaften preisgeben. Wenig später schlug die herrschende Ming-Dynastie einen politischen Kurs ein, der zunehmend rückwärtsgewandt war und das Land isolierte: Die chinesische Gesellschaft fiel zurück, während der Westen rasant aufholte.

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