"Das ist ein kämpferischer Haushalt, um das Land wieder in die Spur zu bringen."
Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault am 28.9.2012
Mit dem Kampfeswillen ist es nicht weit her: Nach einer Protestwelle aus der Wirtschaft stellt Frankreichs Präsident François Hollande einen wichtigen Teil seiner Steuerpolitik wieder zur Disposition. Die Regierung zeigt sich nun bereit, die Steuern auf Veräußerungserlöse doch nicht wie geplant von 30 auf 60 Prozent zu erhöhen. Der sich damit abzeichnende Schwenk in Paris kommt nur wenige Tage nach Vorstellung des Sparplans der Regierung und schürt Zweifel daran, ob Frankreich auf Kurs bleiben wird. Um das Staatsdefizit wieder unter die Grenze von drei Prozent zu senken, waren höhere Steuern auf Unternehmenseinnahmen eine der tragenden Säulen des Sparkonzepts.
08. Oktober 2012