Presseschau

Draghis Abschied vom Bundesbank-Vorbild

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Finanznachrichten

Schärferes Abkommen geplant

Finanzminister Wolfgang Schäuble will mit Korrekturen am Steuerabkommen mit der Schweiz die Zustimmung der Opposition erringen. Er plant laut Welt höhere Steuersätze und mehr Transparenz.

Die Schweizer Banken stehen laut einem Bericht der NZZ weiterhin hinter dem Steuerabkommen mit Deutschland. In Bankkreisen sei die Hoffnung gross, dass es Schäuble gelingen werde, im Bundesrat doch noch eine Mehrheit für das Abkommen zu gewinnen.

Der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber konkretisiert in einem Interview mit der Handelszeitung seine Vorwürfe gegen deutsche Steuerfahnder. Er sieht eine neue Dimension der Wirtschaftsspionage. „Und im aktuellen Fall haben wir es mit einem verbotenen wirtschaftlichem Nachrichtendienst zu tun“

Kritik am Banken-Monopol

In China kritisiert der Staat in außergewöhnlich scharfer Form die von ihm kontrollierten Banken. „Unsere Banken machen zu leicht Gewinn. Warum? Weil eine kleine Zahl großer Banken ein Monopol besitzt", sagte der chinesisische Premier Wen Jiabao in einer im Radio übertragenen Rede. „Um das Monopol zu knacken, brauchen wir privates Kapital in unserem Finanzsektor." Businessweek Bloomberg wundert sich: „Wen spricht wie ein mutiger Reformer“.

Shortcuts aus der Finanzbranche

  • Zeit Portugal

    Die EU-Kommission sieht die Finanzlage Portugals optimistisch. Währungskommissar Rehn aber mahnt, die EU solle sich auf weitere Finanzhilfe für Portugal einstellen - zeit.de

  • WSJ Spanien

    Spanien kämpft am Kapitalmarkt wieder mit schwindenden Vertrauen der Investoren. Bei der Ausgabe von Staatsanleihen verlangten die Anleger am Mittwoch höhere Zinsen als in den vergangenen Wochen - und das Interesse an den Papieren ließ deutlich nach - wsj.de

  • Handelsblatt NordLB

    Die NordLB hat nach Auffassung der Bankenaufsicht Bafin ihren Verlust im Krisenjahr 2009 zu gering ausgewiesen - handelsblatt.com

  • Spiegel Credit Suisse

    Wegen komplizierter Finanzprodukte ermittelt nun offenbar die US-Aufsicht gegen die Schweizer Großbank CreditSuisse - spiegel.de

  • Handelsblatt Eurohypo

    Die Eurohypo treibt ihren Rückzug aus dem US-Markt voran: Die kriselnde Tochter der Commerzbank will ein Hypothekenportfolio im Wert von 740 Millionen Dollar verkaufen - und dafür gibt es viele Interessenten - handelsblatt.com

  • Russland WSJ

    Im März hat sich die Kapitalflucht aus Russland beschleunigt – trotz Wladimir Putins Wiederwahl als Präsident des Staates - wsj.de

  • Handelsblatt Frankfurter Sparkasse

    Trotz Millionen-Abschreibungen auf die LBB hat die Frankfurter Sparkasse 2011 das beste Ergebnis der Geschichte erzielt - handelsblatt.com

Die sicherste Bank der Welt

Zwei Mal jährlich bringt das Wirtschaftsmagazin Global Finance seine Rangliste der weltweit 50 sichersten Banken.  Die Bewertungen beruhen auf den langfristigen Kredit-Ratings der drei grossen Bewertungsagenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch, aber auch auf den vorhandenen Vermögenswerten. Auf Platz ein liegt die KfW. Denn kleinere Institute gelten als sicherer, wobei natürlich eine Staatsgarantie am Ende einen entscheidenden Vorteil verschafft.

Gratiskultur und Abzocke

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„Deutschlands Bankkunden genießen eine Gratiskultur - nur wenn es um ihre Geldanlage geht, zahlen viele Verbraucher teils horrende Gebühren, häufig ohne ihr Wissen“, schreibt der Spiegel. Die Politik habe das zwar erkannt, doch es fehle der Mut für beherzte Reformen. Dabei komme es beim Treffen von provisionsabhängigen Bankberatern mit arglosen Kunden regelmäßig zu haarsträubend schlechten Ergebnissen. „Statt mit der für sie passenden Geldanlage gehen die Kunden mit Produkten nach Hause, die ihnen oft gewaltige Kosten bescheren: Aktienfonds, fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen oder Zertifikate“, schreibt der Spiegel weiter.

  • 05.04.2012, 08:01 Uhr

    Draghi und Monti werden es schon richten. Im Sinner der Südländer. Der reiche Norden wird weiterhin bluten müssen. Stoßen wir an auf eine schuldenreiche Zukunft in Europa. Wünsche allen frohe Ostern.

  • 05.04.2012, 08:33 Uhr

    Tja wie heißt dass so schön: „Wer aus der Geschichte nix lernt, ist dazu verdammt sie zu wiederholen.“

    Auf der eine Seite Brüningsche Sparpolitik und auf der anderen Seite Flutung der Märkte mit Schulden.

    Das die Entschuldung des Staates über Inflation in der Regel nicht gelingt, wenn das Vertrauen in stabiles Geld und in die Zentralbank erst einmal weg sind, ist ja nichts Neues.

    Unser lieber Herr Junker hat nicht umsonst vor einem halben Jahr schon gefordert, die so genannten „Zweitrundeneffekte“ zu verhindern.

    Im Klartext: Liebe Bürger wir werden euch jetzt mit ca. 10% Inflation /a enteignen und nun haltet mal bitte schön still!!!

    Das das nicht funktioniert, zeigen die netten Lohnforderungen und Tarifabschlüsse von über 6%. Und somit beginnt sich langsam aber sicher eine Spirale zu drehen, die uns Deutschen nur zu bekannt vorkommen dürfte.

    Aber diesmal werden wenigstens auch die Südländer in den „Genuss“ einer Hyperinflation kommen.

  • 05.04.2012, 08:36 Uhr

    Nicht Herr Draghi ist das Problem, sondern die deutsche Politik, die ihm tatenlos zusieht.
    Herr Draghi wird weiter munter Geld verteilen und schert sich einen Dreck darum, dass dabei die Kaufkraft des Euros zerstört wird.
    Im übrigen verletzt er damit Regeln und Gesetze, aber das interessiert anscheinend heute keinen mehr.
    Die Herren Weber und Stark sind zurückgetreten, Herr Weidmann kläfft ein bischen und das war's dann.
    Wozu haben wir einen Finanzminister in Berlin und 16 Finanzminister in 16 Bundesländern, wenn von denen dazu gar nichts kommt?

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