Presseschau

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Presseschau: Gespannte Ruhe beim IWF

Der Internationale Währungsfonds gibt Entwarnung für die Weltkonjunktur, die Aktionäre protestieren gegen die hohe Vorstandsvergütung bei der Citigroup, Ferdinand Piëch kriegt Gegenwind und Warren Buffet ist krebskrank.

Das Logo des Internationale Währungsfonds in Washington. Quelle: dpa
Das Logo des Internationale Währungsfonds in Washington. Quelle: dpa

Noch ist die Konjunktur höchst zerbrechlich, warnt der Internationale Währungsfonds IWF in seiner neuesten Prognose zur Weltwirtschaft. Gleichwohl sei der Fonds jedoch erstmals wieder vorsichtig optimistisch, meint das Handelsblatt. Der Spiegel kann jedoch bestenfalls „gespannte Ruhe“ in den Prognosen der Weltökonomen entdecken.

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In den kommenden Tagen muss die G20 entscheiden, ob sie die Mittel des IWF weiter erhöhen will, damit der dann der Eurozone bei der Abwehr weiterer Desaster beistehen kann. Da scheint sich auch was zu bewegen, meldet Reuters, denn Japan, Schweden und Dänemark hätten bereits 77 Milliarden Dollar zugesagt.

Die Aufstockung der IWF-Mittel werde bei der Frühjahrstagung des Fonds an diesem Wochenende in Washington wohl „in abgespeckter Form“ beschlossen werden; Finanzminister Schäubles Hoffnung aber, dass Europa damit international endlich aus der Schusslinie komme, dürfte sich dennoch nicht erfüllen, meint die Süddeutsche Zeitung. Dafür sehe das Krisenmanagement nach den jüngsten Turbulenzen in Spanien einfach zu schlecht aus.

Die Entscheidung der Japaner, 60 Milliarden Dollar zuzusagen, erhöhe nun den Druck auf Großbritannien, für Europa ebenfalls tief in die Kasse zu greifen, meint die Financial Times, die insgesamt 400 Milliarden Dollar an neuen Geldern für den IWF zu erwarten scheint.

Das Wall Street Journal meint jedoch, dass in dem länglichen Drama sowieso nur Eines Sinn ergeben werde: Die kollektive Übernahme der Verantwortung durch die Europäer. Beispielsweise in Form des European Redemption Fund (ERF), der alle Staatsschulden der Euroländer zusammenfasst - derzeit insgesamt 2,3 Billiarden Euro.

Das Citigroup Center in New York. Quelle: ap
Das Citigroup Center in New York. Quelle: ap

Aktionäre kippen Citis Vorstandsvergütung

Der Citigroup-Verwaltungsrat muss eine Niederlage hinnehmen. Die Aktionäre lehnen auf der Hauptversammlung die Vorschläge zur Vorstandsvergütung ab. Lediglich 45 Prozent der Aktionäre hätten den Zuschlägen auf die Gehälter zugestimmt -  eine solche Abstimmungsniederlage gilt in den USA als absolute Ausnahme.

Nicht lukrativ genug

Die Bank of America will sich laut Reuters von ihrer Vermögensverwaltung im Ausland trennen. Das Institut habe die Sparte der Tochter Merrill Lynch zum Verkauf gestellt und erhoffe sich einen Erlös von bis zu drei Milliarden Dollar. Interessiert sein könnten laut Financial Times Deutschland die Deutsche Bank, die Schweizer Rivalen UBS und Credit Suisse sowie JP Morgan Chase und Wells Fargo.

Neues Geschäftsmodell für GS?

Die Investmentbanker von Goldman Sachs werden offenbar vorsichtiger, ihr täglich gemessenes Risikolevel sank auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise. Die Financial Times fragt sich nun, ob die Granden der Branche vielleicht heimlich ihr Geschäftsmodell entschärfen?

Hegdefondsmanager müssen umziehen

Ein Hedgefonds, der etwas auf sich hält, residiert in London rund um den Platz St. James. Doch teure Mieten treiben Fondsmanager aus ihrem angestammten Viertel - weil die Investoren den Protz wohl nicht mehr akzeptieren, meint die Financial Times Deutschland.

Raus aus dem Pfund, rein in den Yuan

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London soll zur Handelsdrehscheibe für den Yuan ausgebaut werden, beschreibt BusinessWeek eine Initiative von Bank of China, Barclays, Deutsche Bank, HSBC und Standard Chartered. Britische institutionelle Anleger hielten derzeit rund 109 Milliarden Yuan (umgerechnet 17 Milliarden Dollar) an der chinesischen Währung – und die Posten würden ständig größer. 

Ferdinand Piëch, Aufsichtsratschef bei VW, ist mit seiner Personalpolitik unter Beschuss: Der einflussreiche Aktionärsvertreter Hermes verweigert die Zustimmung zum Einzug von Piëchs Frau Ursula in das Kontrollgremium. Konzernchef Winterkorn soll nach dem Willen des Investors sein Gehalt abtreten (Financial Times Deutschland).

Eile nicht geboten

Warren Buffett, die Investorenlegende, ist an Prostatakrebs erkrankt. Nun rückt die Nachfolgerdebatte bei Berkshire Hatherway wieder in den Vordergrund. Der 81jährige  selber sieht keinen Grund zur Aufregung oder zur Eile. (Handelsblatt, Finance.Fortune)

Wetten gegen den Euro

John Paulson, einflussreicher US-Hedge-Fonds-Manager, will Insidern zufolge gegen europäische Staatsanleihen wetten. Einerseits will er Bonds leerverkaufen, andererseits Ausfallversicherungen auf Euro-Staatsanleihen kaufen (Handelsblatt).

Zweifelhafte Intelligenz

David Viniar, Finanzchef von Goldman Sachs, hält gar nichts von den Fähigkeiten der Analysten bei der Ratingagentur Moody's. Die hat 17 US-Banken unter Beobachtung und  droht mit Herabstufung, darunter auch GS. Die hätten doch keine Ahnung, meint Viniar (Wall Street Journal).

Ungerechtes Europa

James Galbraith, US-Wirtschaftswissenschaftler, fürchtet, dass Europa vor neuen Verwerfungen stehe. Er sieht die Kluft zwischen Arm und Reich in der EU wachsen und erwartet massenhafte Armutsmigration (Financial Times Deutschland).

Personalkarussell bei UBS dreht sich wieder

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Aryeh Bourkoff, Chef des Investmentbankings der UBS in Amerika, wirft das Handtuch. Dabei stellte die Bank im vergangenen Jahr erst 40 neue Investementbanker ein, um diesen Teil des  Geschäfts zu stärken (Financial Times).

Durchgeknalltes Investment

Wer sich mit herkömmlichen Anlageformen langweilt, kann ja mal in Kunst investieren. Die verrücktesten Angebote gibt es derzeit laut Bild auf der Art Cologne: Da kann man einen Michael Jackson in der Burka von Künsterlin Tine Furler für 50 000 Euro erwerben, einen Swimming Pool für Vögel von Ina Weber für 2900 Euro oder Goldenes Popcorn von Pae White für 1000 Euro. Renditen allerdings werden nicht garantiert. 

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