
Das Deutschlandradio greift die Kritik der kleinen Fluglotsengewerkschaft auf, die behauptet, Fraport spiele mit der Sicherheit der Fluggäste. Eine solche „Bosheit“ zeige, dass sich die Gewerkschaft befürchte, dass der eigene Streik an Wirkung nachlasse. „Wenn es so ist, dann zeigt das nur: Nicht jede Kleingewerkschaft hat die Macht, ein ganzes System stillzulegen.“ Der Sender blickt dem weiteren Verlauf der Streiks gelassen entgegen. Grundsätzlich schwinde die Macht der Gewerkschaften, da Splittergruppen das Ganze nicht mehr im Blick hätten. Außerdem hätten sie ein eigenes Interesse daran, das Streikrecht nicht in bloßen „Grüppchenegoismus“ zu verkehren.
Die Frankfurter Rundschau geißelt die Informationspolitik der GdF als inakzeptabel. Ihre Funktionäre hätten es bislang nicht für nötig befunden, ihre einzelnen Forderungen zu veröffentlichen und genau zu erläutern, was sie warum verlangten. Dem hält das Blatt entgegen, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf habe, über die Positionen der Gewerkschaft und der Arbeitgeber informiert zu werden. „Organisationen wie Gewerkschaften müssen sich der öffentlichen Debatte stellen. Dass die GdF diese Debatte scheut, ist feige.“
Zwar sei das große Chaos am Flughafen Frankfurt bis jetzt ausgeblieben, rekapituliert die Neue Zürcher Zeitung. Doch der Streik der kleinen Fluglotsengewerkschaft erweise sich zunehmend als Ärgernis für Politik, Wirtschaft und die Passagiere. Das „Erpressungspotenzial“ der Vorfeldlotsen sei groß, weil sich statistisch mehr Unfälle auf dem Rollfeld als in der Luft ereigneten. Das Berliner Verkehrsministerium und die Luftverkehrsunternehmen hätten es der Minigewerkschaft leicht gemacht. „Nachgeben lautete allzu oft die Parole“, verweist die Zeitung auf die jüngsten Auseinandersetzungen am Flughafen München. Die Rechnung der Fluggesellschaften: Streiks seien teurer als Lohnerhöhungen, die sie auf ihre Kunden abwälzen könnten.
Mehr Geld für weniger Arbeit, so lauten knapp zusammengefasst die Forderungen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) für ihre Mitglieder am Frankfurter Flughafen. Die Eckdaten nach Angaben vom Flughafenbetreiber Fraport. Die GdF macht bisher keine genauen Angaben. (Quelle: dpa)
Sie verdienen bislang zwischen 53.000 und knapp 70.000 Euro im Jahr. Die GdF fordert nach Angaben von Fraport eine Steigerung der Grundgehälter auf knapp 80.000 bis 87.000 Euro pro Jahr. Außerdem verlangt die Gewerkschaft zehn Prozent höhere Zulagen und eine um 13 Prozent abgesenkte Arbeitszeit.
Für diese Mitarbeitergruppe soll es nach dem Willen der Gewerkschaft Spitzengehälter von 60.700 Euro im Jahr geben - bislang sind es 42.000 Euro. Die Nettowochenarbeitszeit soll um neun Prozent reduziert werden, die Zulagen sollen um zehn Prozent steigen.
Als Spitzengehalt sind ebenfalls 60.700 Euro anvisiert - bislang verdienen die Mitarbeiter bis zu knapp 52.000 Euro. Weitere Forderung: Zehn Prozent höhere Zulagen, zehn Prozent weniger Arbeitszeit.
Die britische Financial Times berichtet auf der Titelseite, dass der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wieder in Sex-Skandale eingetaucht sei, die seine Karriere ruiniert hätten: Der Franzose sei gestern von der Polizei in Lille für 24 Stunden festgehalten und verhört worden. Die Beamten seien einem Prostitutions-Ring auf der Spur. Strauss-Kahn soll an Sex-Parties in Washington und Paris teilgenommen haben, die von Polizei-Mitarbeitern und Geschäftsleuten aus Lille organisiert worden seien. Da Strauss-Kahn gewusst habe, dass die Frauen bei den Parties Prostituierte waren, stehe er im Verdacht, Zuhälterei unterstützt zu haben. Der Politiker habe dies bestritten. Die Frau von Strauss-Kahn, die Journalistin Anne Sinclair, arbeite aktuell als Chefredakteurin der französischen Ausgabe der „Huffington Post“, die gestern auf ihrer Titelseite über die Verhaftung berichtet habe.
Die Börsen-Zeitung kommentiert den griechischen Schuldenschnitt, bei dem Inhaber von Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS) offenbar leer ausgehen. Ihre Haltung vergleicht die Börsen-Zeitung mit dem Verkäufer eines Papageis im Sketch der britischen Komiker-Truppe Monthy Python, der partout nicht einsehen wolle, dass das Tier tot ist. „Jeder weiß: Hellas ist so pleite, wie der schon seltsam starr wirkende Papagei tot ist.“ Jetzt könnten Anleger ihre Chance darin sehen, auf ein Scheitern des Anleihetauschs zu setzen, was wiederum ein Argument dafür sei, besonders ungedeckte Kreditderivate abzuschaffen. „Damit es nicht bald schon wieder heißt: Nein, der Papagei ist nicht tot. Er ruht sich nur aus. Er liegt gern auf dem Rücken, denn das ist gut für seine Wirbelsäule.“
Ihre Kommentare sind einfach nur menschenverachtend!
Nein, wir Deutschen müßten endlich mal geballte Ladung auf die straßen gegen die Abzocke hier im Land. Städnig neue Geführenerhöhung wie jetzt wieder Strom, Müllgebühren etc.
Aber der Deutschen läßt sich alles gefallen, bis es zu spät ist und dann wird gejammert
Und dann machen diese nicht ganz unwichtige Arbeit die Migranten mit wenig Deutschkenntnissen, damit die Quote stimmt?
Oder wie darf ich Ihren Beitrag verstehen?
Wissen Sie eigentlich wer da streikt? Was die für eine Arbeit verrichten?
Ich bin auch gegen Überziehungen bei Gehältern, aber ich kann das Wort Globalisierung nicht mehr hören.
Globalisierung ist zur Drohung geworden mit der auch unsere Politik uns gerne in Schach hält. Läuft hier was nicht rund kommt immer "das ist die Globalisierung"
Und mögen die derzeitigen Forderungen der Streiekenden überhöht sein, so muß endlich mal ein Anfang gemacht werden
23 Kommentare
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