EU auf dem Weg zum Bankrott 

Presseschau
EU auf dem Weg zum Bankrott 

Menschen, Meinungen und Zugabe


Star der Zinsjäger ist wieder da

Michael Kramer, Ex-Chef der deutschen Kaupthing-Dependance, meldet sich zurück. Die von ihm heute geführte russische "VTB direkt" sei, wie seinerzeit Kaupthing, zur Lieblingsbank hiesiger Zinsjäger avanciert. Dass ein Banker exakt das Gleiche mache wie vor dem Crash, das sei außergewöhnlich, staunt die Financial Times Deutschland. Kramer habe sogar Kaupthing-Kollegen mitgenommen, darunter Marketingchef Magnus Eger und Chefbuchhalter Oliver Pfluger.

Muss der Prinz seine Privatbank abstoßen?

Mohammed al-Faisal, saudischer Prinz, braucht offenbar Geld. Nach Verlusten mit Immobiliengeschäften in den USA und Osteuropa, schreibt die Handelszeitung, hat der Prinz die Faisal Private Bank in Genf in die Auslage gelegt. Die ersten Interessenten an einer Übernahme hätten die Hand gehoben.

Achtung „Krebsgeschwür“

Michael Hauck, ehemaliger Gesellschafter der Bank Hauck & Aufhäuser, kritisiert den Derivatehandel im Interview mit dem Handelsblatt. Die Finanzaufsicht müsse dieses „Krebsgeschwür“ im Auge behalten. „Offensichtlich haben die Investoren während der Finanzkrise noch nicht genug Geld damit verloren. Denn wenn sie es hätten, würden sie die Finger von diesen Papieren lassen.“

Und wieder ein Freddie weniger

Anthony Renzi, hochrangiger Manager bei Freddie Mac, wechselt zur Citigroup, um als Chief Operating Officer das nordamerikanische Immobiliengeschäft zu leiten. Laut Wall Street Journal haben in den vergangenen zwei Jahren Dutzende Manager bei den Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac aufgehört.

Zugabe: Der unbeliebteste Job der Branche

Auf der Liste der unbeliebtesten Jobs der Finanzwelt könnte dieser bald ganz oben stehen. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland sucht die US-Investmentbank Goldman Sachs einen "Social Media Community Manager", der die Diskussionen über die Bank auf sozialen Netzwerken verfolgen sowie die Profile von Goldman Sachs auf Facebook oder Twitter mit Inhalten füttern solle. Auf Twitter wird der PR-Experte schnell auf GSElevator stoßen, einem satirischen Account, auf dem angebliche Gesprächsfetzen aus den Goldman-Sachs-Aufzügen verbreitet werden. Aktuelle Kostprobe: „#1: Insider trading is like pissing in the pool. It sounds dirty, but really isn't that big a deal.“


Zusammengestellt von ecolot.de

Kommentare zu "EU auf dem Weg zum Bankrott "

Alle Kommentare
  • Wo kann man bitte unterschreiben, spenden und unbezahlt mitarbeiten

  • Der schlimmste Fehler beim Euro-Chaos waere, die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft zu ziehen. So eine Wertevernichtung darf nie wieder geschehen. Aber bisher kenne ich keinen einzigen Verantwortlichen...

  • Antwort an "Gaishirtle"

    Sehr wohl, i s t Hegel für Arme. Trennen Sie reale Welt von virtuweller Welt.

  • Genau, Sie haben das Grundübel unseres Schuldgeldsystems erkannt.
    Wir müssen kontinuierlich neue Schuldner finden, um das System inkl. Zins und Zinseszins am Laufen zu halten.
    Da wir Deutschen aber Sparweltmeister sind, müßen sich eben andere verschulden.
    Dies ist dann entweder der deutsche Staat, der für die fehlenden Privatschuldner in die Presche springt und sich weiter überschuldet, oder eben Exportüberschüsse, bei welchem sich unsere ausländischen Abnehmer verschulden. Da unser deutsches Geschäftsmodell auf dem Export beruht, müssen wir natürlich weitere Schuldner für unsere Produkte finden, oder wir müssen durch Inflation die eigenen Spareinlagen deutscher Bürger vernichten. Die Gegenposition der Spareinlagen (LV, Renten, Pensionen) sind immer die Staatsschulden. Will der Staat Schulden abbauen, muß er entweder die Spareinlagen der Bürger vernichten, oder muß weiterhin Schuldner im Ausland finden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Durch Wachstum aus den Privat-, Bank- und Staatsschulden herauswachsen, funktioniert in den westlichen Industriegesellschaften nicht mehr, da diese Märkte vollkommen übersättigt sind.

  • @timecrime,
    die gesamten Sparguthaben würden bei einem Negativzins sofort ins Ausland transferiert oder glauben Sie vieleicht ich würde Monat für Monat zuschauen wie mein Geld weniger wird. Alle diejenigen welche ein Sparguthane besitzen und keine Möglichkeit haben ihr Geld ins Ausland zu bringen würden sofort anfangen Waren zu kaufen, diese würden sich aufgrund der hohen Nachfrage sofort massiv verteuern, wir hätten also eine hohe Inflation, daraufhin mit Zinserhöhungen gegenzuwirken ist mit Ihrem Model aber nicht möglich und was nun???

  • Die zig-Billinen Schulden - wer ist der Gläubiger ??? Staaten sind verschuldet, Banken sind verschuldet!! Und irgend jemand muss das in seiner Bulanz ja auch der "Haben-Seite" haben ??

  • Der Karren steckt schon so tief im Dreck, den zieht niemand mehr raus, weder mit dringendst erforderlichen Sparprogrammen, noch mit neuen kreditfinanzierten Konjunkturstrohfeuerpaketen.
    Massives Sparen führt unweigerlich in die Depression, darüber sind sich alle einig.
    Und den größten kreditfinanzierten Wachstumspakt der Geschichte – den haben wir schon hinter uns
    In den letzten 4 Jahren haben die Staaten weltweit ca. 32,5 Bio $ aufgewendet, natürlich alles auf Pump, aber dies hätte ich ja nicht extra erwähnen müssen, ist ja sowieso klar, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. Beides ist gründlich in die Hosen gegangen. Die Bankster sind immer noch so pleite wie anno 2007 und sämtliche Konjunkturstrohfeuerpakete sind wirkungslos verpufft, ohne den gewünschten Erfolg. Jetzt sind die Staaten pleite, noch mehr pleite geht nicht mehr. Wegbrechende Steuereinnahmen prallen auf explodierende Ausgaben für Zinsen und Soziales. Vor allem Zinsen, das Grundübel unseres Geldsystems, die Ursachen für die globalen Verwerfungen und Hungersnöte, damit die Elite im Schlaf noch reicher wird.
    Die größte Krise der Neuzeit, die die Große Depression in den 20-ern bei weitem in den Schatten stellt, entstanden durch Leben auf Pump, wurde mit noch mehr Krediten geflutet. Wer hat da in der Schule nicht aufgepasst, dass sich die Lobbyisten der Bankster und zugleich Parteispender, bei den Politikern durchgesetzt haben?

    Alles zum Wohle einer kleinen Elite, die sich auf Kosten des Volkes illegal bereichert. Das Volk kann vor die Hunde gehen.
    Nur ein Reset im Finanzsystem und die Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken, in Verbindung mit einem zinslosem Kreditsystem würde Wohlstand für alle bringen.

    Anscheinend möchte dies niemand. Doch der Einsatz von Guillotinen würde dieses Volksbegehren massiv beschleunigen.

  • Der Euro, ein voller Erfolg. Ohne ihn ginge es uns viel schlechter.

    Wer den tieferen Sinn der Gemeinschaftswährung nicht erkennt, sollte erst gar nicht beginnen, sich politisch zu betätigen.

    Nur ein Auszug von Zitaten deutscher Politiker.

  • @timecrime
    Da hätte der Erich seine helle Freude gehabt. Aber ging dessen sozialistisches Paradies nicht pleite?

  • Es bringt recht wenig, wenn jetzt der letzte auch noch schreibt, dass es vorbei ist. Das bringt recht wenig oder nicht mehr viel.

    Wichtig ist, dass die Lehren daraus gezogen werden, alle Verantwortlichen in die Wüste geschickt, zur Verantwortung gezogen und von Fachleuten abgelöst werden. Das Dilemma hat uns die Praktikantentruppe in der Politik eingebracht. Allesamt!

    Das beste in diesem Zusammenhang ist das Internet. Wenigstens dort sind alle Bundestagsabgeordneten namentlich aufgeführt, wer der "alternativlosen Entscheidung" seinerzeit zugestimmt hat. Und der Text des ESM-Vertrages mit der strikten Geheimhaltung aller Aktivitäten bei zugesicherter Straffreiheit ist dort auch nachzulesen.

    Wenn der Vertreter der Piraten die heutige Zeit nicht mit dem seinerzeitigen Aufstieg der NSDAP und der der SPD sehr nahestehende, ausgeschiedene Präsident der BAFin Jochen Sanio nicht schon davor die heutige Zeit mit der von 1929 verglichen hätte, würde dies spätestens jetzt anstehen.

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