Presseschau

Spanien im freien Fall

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Menschen und Meinungen

Großbritanniens Reiche packen die Koffer

Laut einer Studie von Lloyds TSB plant einer von fünf wohlhabenden Briten mit einem investierbaren Vermögen von über 400 000 Dollar  auszuwandern. Die hohen Steuern trieben sie aus dem Land, meint das Wall Street Journal.

Weltbank bleibt in amerikanischer Hand

Jim Yong Kim ist erwartungsgemäß zum neuen Präsidenten der Weltbank gewählt worden und tritt im Juli die Nachfolge von Robert Zoellick an. Mit der Wahl des amerikanischen Entwicklungsexperten behalten die USA die Kontrolle über die Weltbank, die traditionell immer von einem Amerikaner geführt wurde, meint das Handelsblatt.

Wirtschaft allerdings müsse der Mediziner erst noch lernen, fürchtet die Süddeutsche Zeitung.

Schmalhans bringt Unglück für Europa

George Soros, US-Investor, redet auf einer von 300 Forschern und Nobelpreisträgern besuchten Tagung in Berlin den Deutschen ins Gewissen: Sparsamkeit und Preisstabilität hätten in Deutschland wohl funktioniert, unter den jetzigen Bedingungen brächten sie aber Unglück über Europa (Handelsblatt).

Kein Geld vom IWF für Europa

Simon Tilford, Chefökonom beim Europäischen Reformzentrum, meint Europa habe kein Recht, vom IWF Geld zur Bekämpfung der Schuldenkrise zu fordern (Wirtschaftsblatt).

Blackrock will weg von der Wall Street

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Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, hat genug davon, dass die Wall-Street-Banken ihre Kunden abschätzig „Muppets“ nennen und sie beim Handel mit Wertpapieren ausnehmen. Noch dieses Jahr will Blackrock daher eine seit langem erwartete, eigene Handelsplattform für Wertpapiere starten (Handelsblatt).

  • 17.04.2012, 08:14 Uhr

    .. Spanien im freien Fall...

    Ich dacht wir hätten Rettungsseile aufgespannt. Da kommt ja nach der GR Wahl noch einiges - im Verbund mit Portugal und Spanien - auf uns zu. Mal sehen, wie der ITA Anleihemarkt reagiert.
    Germanen: es wird enger im Zwirn. Trinkt nicht soviel...

  • 17.04.2012, 08:17 Uhr

    Die EZB wird`s schon richten.
    Ein paar Billiönchen Fiat-Money sind doch kein Problem.....

  • 17.04.2012, 08:27 Uhr

    Wenn der Spiegel einen neuen Kapitalismus fordert, ist das der Offenbarungseid des Journalismus. Wo war der Spiegel denn, als sich der Niedergang Europas vollzog? Wieso wurde vor den Schuldenorgien der Pleiteländern nicht gewarnt? Die Staatsbankrotte waren doch vorprogrammiert, und zwar planmäßig! Gefordert wurden immer noch mehr Schulden. Wo war denn Kritik an der hemmunslosen Verteuerung des Faktors Arbeit, die dazu geführt hat, dass die Volkswirtschaften ihre Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt haben? Wieso empfielt der Spiegel ein Überdenken der Strategie, wenn eine Währungsreform Überfällig ist? Lebt der Spiegel hinter dem Mond?
    Getoppt wird das Ganze noch durch den Chefökonomen der FTD Thomas Fricke. Die Ursache liegt in spekulativen Produkten. Soso. Nun, das spekulative Produkt, war wohl der Euro an sich, weil spekuliert wurde, dass der eine gute Idee ist, da habe ich in meinen Publikationen, wie Prof. Hankel, Starbatty und Schachtschneider den Euro schon als Fehlkonstrukt eingestuft. Wo war denn die FTD, als die Schuldenuhr gnadenlos tickte und der Bankrott vorgezeichnet war? Wo waren denn die Hinweise, dass die Länder makroökonomisch gegen die Wand fahren? Nun die FTD bekämpft die Sünden der letzen 10 Jahre mit einer Bankenabgabe und einer Transaktionssteuer. Das ist in etwa so als würde Zwegat zu Hilfe gerufen, um feststellen, dass die private Insolvenz durch ein Transaktionssteuer auf hemmungslose Verschuldung des Kreditsünders bekämpft werden kann, durch einen Aufschlag bei H&M oder beim Fahrzeugkauf? Der Niedergang der Eurozone entspricht dem Niedergang des Journalismus, weil man die warnenden Stimmen im Sinne bodenlosen Hochmutes ignoriert hat. Und die jetzt thematisierten Lösungen sind absoluter Quatsch. Ein Hoch auf das Handelsblatt und die FAZ, die einen besseren Journalismus pflegten!

  • Kommentare
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