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GM-PSA-Allianz schadet Opel

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Ölpreis gefährdet Weltkonjunktur

Griechenland braucht Solidarität

Auch wenn die Anführer der Eurozone für ihre rund um die Uhr laufenden Verhandlungen um das griechische Rettungspaket Respekt verdienten – ihr Job sei nicht getan, schreibt die britische Zeitung Guardian. Noch gebe es eine stabile Mehrheit in Griechenland für einen Verbleib in der Eurozone. Allerdings sei es kaum vorstellbar, dass die Menschen in Griechenland die Belastungen, die ihnen abverlangt würden, nur wegen des Arguments „Ohne den Euro wäre es noch schlimmer“ akzeptieren würden. Bereits jetzt liege die Arbeitslosigkeit bei 21 Prozent, rund 150.000 Geschäfte und Unternehmen hätten schließen müssen. Der deutsche Bild-Leser dürfte an seinem Stammtisch sagen, dass die Griechen schuld seien. Dies stimme jedoch nur teilweise, denn Banken und Bond-Märkte hätten ebenso wie die EU selbst eine Mitschuld, dass Griechenland seinerzeit in eine schlecht gestaltete Eurozone aufgenommen wurde. Doch selbst wenn die Schuldfrage nicht eindeutig sei, so sei es jedoch nur selbstverständlich, dass bei der Lösung des Problems solidarisch gehandelt werde.

Ölpreis gefährdet Weltkonjunktur

Der australische Business Spectator sorgt sich um die Weltwirtschaft angesichts der steigenden Ölpreise vor dem Hintergrund der wachsenden Spannungen um das iranische Nuklearprogramm. Der Ölpreis sei mittlerweile auf ein Neunmonatshoch gestiegen. Händler fürchteten einen bewaffneten Konflikt, nachdem laut UN-Nuklearkontrolleuren die Gespräche mit Teheran in einer Sackgasse seien. Die geopolitischen Spannungen kämen zu einer Zeit, in der die Märkte mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hätten. So habe sich die Produktion in Libyen noch nicht erholt, während der Süd-Sudan mit Transitproblemen zu kämpfen hätte. Gleichzeitig sinke der russische Export wegen der hohen Nachfrage im Inland. Der Preisanstieg beim Öl sei besonders für Europa schmerzhaft, wegen des schwachen Euros. In der europäischen Währung sei der Ölpreis mittlerweile auf einem Dreijahreshoch angelangt.

Dividendensteuer führt zu Kollateralschäden

Das amerikanische Wall Street Journal kritisiert Obamas geplante Steuererhöhung auf Dividenden, die sich verdreifachen solle. Während das Weiße Haus vor allem reiche Amerikaner mit einem Einkommen von jährlich über 200.000 Dollar zur Kasse bitten wolle, müsste die Steuerlast in Wirklichkeit von Aktionären aus allen Einkommensschichten getragen werden. Die Erfahrung zeige, dass die Dividendenzahlungen der Unternehmen höchst sensibel auf Dividendensteuern reagierten. So seien Dividenden in den 90er-Jahren durch hohe Steuern in Ungnade gefallen und erst mit der Steuersenkung 2003 wieder aktuell geworden. Zwischen 2003 und 2006 hätten sich Einkünfte aus Dividendenzahlungen auf 337 Milliarden Dollar verdreifacht. Sollte die Steuer wieder erhöht werden, dann dürften die Zahlungen deutlich zurückgehen. In den USA gebe es momentan über 100 Millionen direkte Aktionäre und eine Vielzahl, die über Rentenfonds Aktien besitze. „Selten hat es ein klareres Beispiel für eine Politik gegeben, die die Reichen belasten will, jedoch auf fast alle amerikanische Familien zurückfällt“, resümiert das Blatt.

Novaja Gazeta vor finanziellem Aus

Vedomosti berichtet von der schwierigen Finanzlage bei der oppositionellen Zeitung Novaja Gazeta, deren Mitarbeiter momentan gezwungen seien, ohne Lohn zu arbeiten. Grund für die finanzielle Schieflage seien massive Kontrollen bei der Bank des Verlags-Miteigentümers Alexander Lebedew. Die Arbeit seines Finanzinstituts NRB sei zur Zeit paralysiert, daher könne er die Zeitung nicht mehr unterstützen. Unterdessen werde der Verkauf eines Aktienpakets der Zeitung überlegt, die zu 51 Prozent der Redaktion selber gehöre. Chefredakteur Dmitri Muratov gebe sich unterdessen gelassen. „Unsere Mitarbeiter verstehen sehr wohl, dass dies eines der leichteren Probleme ist, mit dem wir bisher zu tun hatten. Es gab schon schwierigere Zeiten“, zitiert ihn Vedomosti.

Fundstück: Länger leben durch Rezession

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrise und Lebenserwartung festgestellt. Und zwar steige die Lebenserwartung in Zeiten von Wirtschaftskrisen unerwartet an. So sei die Sterblichkeit zwischen 2007 und 2010 um zwei Prozent zurückgegangen, wodurch die Lebenserwartung um 0,8 Jahre gestiegen sei, auf 78,7 Jahre. Zwischen 2004 und 2007, als es der Wirtschaft deutlich besser gegangen sei, habe die Lebenserwartung nur um 0,4 Jahre zugelegt. Interessant sei zudem, dass in Staaten, in denen die Arbeitslosigkeit stärker zugenommen habe auch die Lebensdauer stärker gestiegen sei. Ähnliches Wachstum der Lebenserwartung sei bereits während der Großen Depression zu beobachten gewesen. Ein möglicher Grund dafür sei, dass geringere wirtschaftliche Aktivität weniger Unfalltote nach sich ziehe und auch Herzkrankheiten und Übergewicht zurückgingen.

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Zusammengestellt von ecolot.de

  • 23.02.2012, 15:22 UhrMary

    Sehr gute reihenfolge der Thematik heute. Der Ecofin-Rat kritisiert die in Frankreich abnehmenden Anteile am Weltexportmarkt. Der Verlust beträgt in fünf Jahren 15%.

    Deutschland wird hinsichtlich der Staaatsverschuldung kritisiert. Sie ist weit über 83% der BIP. Alterbezogene Lasten lassen die implizite Staatsverschuldung bis 250% des BIP steigen.
    Wie immer gibt´s halt interne und externe makroökonomische Ungleichgewichte.

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