Presseschau

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Presseschau: „Spaniens Tage sind gezählt“

Die Verstaatlichung der spanischen Großsparkasse Bankia ist nach Medieneinschätzung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die entscheidende Frage sei, wie Spanien die Rettungsmaßnahmen bezahlen wolle. Die Presseschau.

Die spanische Großsparkasse Bankia in Madrid. Quelle: Reuters
Die spanische Großsparkasse Bankia in Madrid. Quelle: Reuters

Die spanische Finanzbranche sei mit der überstürzt verstaatlichten Finanzgruppe Bankia längst nicht saniert, kommentiert die Börsen-Zeitung. Außer den beiden Branchenführern Banco Santander und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria sowie vielleicht der gelisteten Sparkassengruppe Caixabank „dürfte kein Institut auf Dauer diesem explosiven Mix aus Rezession, steigender Kreditausfallrate, schrumpfenden Geschäftsvolumina und immer höheren Anforderungen an Kapital sowie Risikovorsorge standhalten.“ Die Frage sei, wie Spanien die Rettungsmaßnahmen bezahlen wolle. Fazit: Spaniens Tage schienen tatsächlich gezählt.

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Die Financial Times Deutschland zitiert den Bankenanalysten Roger Francis von Mizuho International, der fürchte, dass mit dem staatlichen Eingriff bei Bankia eine Art „Zombiebank“ geschaffen werde, die jahrelang auf einem entwerteten Immobilienberg sitzen bleiben und zur Finanzierung auch künftig auf Geld der Europäischen Zentralbank angewiesen sein werde.

Europäische Banken

In einem weiteren Artikel porträtiert die FTD José Ignacio Goirigolzarri , Ex-Topmanager der Großbank BBVA, der jetzt  an der Spitze der frisch verstaatlichten Großbank stehe. Seine Berufung sei umstritten – ein baskischer Ex-Geschäftsbanker an der Spitze der Großsparkasse, dem Nachfolger der einst so ruhmreichen Caja Madrid - das habe Traditionalisten gar nicht gefallen.

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Nach Einschätzung des Wall Street Journal wird die Bankenreform teuer für den spanischen Steuerzahler. Bislang habe das Land 20 Milliarden Euro fürs Banken-Aufräumen ausgegeben, weitere zehn Milliarden seien nötig, um die Bilanz von Bankia in Ordnung zu bringen. Bei Morgan Stanley gehe man davon aus, dass am Ende 70 Milliarden Euro für die Banken-Sanierung ausgegeben werden.

Auf CNBC geht „Dr. Doom“, der Ökonom Nouriel Roubini, davon aus, dass sich Spanien spätestens zum Jahresende kein Geld mehr an den Finanzmärkten besorgen kann. Dann müsse eine Troika den Bailout einfädeln – sollte die spanische Wirtschaft daraufhin nicht wieder wachsen, werde das Land die Euro-Zone verlassen müssen.

  • 24.06.2013, 16:55 UhrZecke

    Zitat: Wie Spanien die Sparmaßnahmen bezahlen solle ????

    Relativ einfach zu beantworten = G a r n i c h t !

  • 23.06.2013, 04:07 Uhrhellboy

    Wenn Sie 40 Jahre CDU gewählt haben sollte Sie sich mal auf Ihre psychische Zurechnungsfähigkeit untersuchen lassen!
    Tun Sie Deutschland was Gutes und lassen Sie sich entmündigen! Besser spät als nie!

  • 26.03.2013, 17:21 Uhrrolfi

    wir haben in Deutschland nicht diese Inflationskultur wie die Südländer,Herr Machiavelli.
    Aus Ihrem Namen entnehme ich,daß Sie Italiener sind,
    lo sai??
    Dann müssten Sie doch wissen, wie unseriös und korrupt
    es in Italien zugeht??
    Man könnte auch von Misswirtschaft reden!!
    Außer in der Emilia Romagna!!!!
    Die Lira war immer schon ein Stückchen Wegwerfpapier, so sah er damals auch meistens aus!!
    Da ergeben sich diese Konvergenzen, wenn man die gleiche Währung übergestülpt bekommt.
    Sie wollen doch wohl allen Ernstes nicht verlangen, daß sich die Deutschen auf dieses Niveau begeben, oder?

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