Presseschau

Diskussion: Kommentare zu: Weidmanns Warnsignale

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 14.03.2012, 09:33 UhrFrickenfreisler

    Weidmann ist schon deshalb ein Held, weil er sich von den eurobesoffenen Schmalspurpolitikern nicht verbiegen läßt. Schon allein deshalb, wird er in die Geschichtsbücher eingehen, wenn der Euro mit der kommenden Katastrophe überstanden ist und der Wiederaufbau beginnt!
    Im übrigen bestätigt Weidmann natürlich die schlimmsten Befürchtungen - der Mann kann nicht anders. Er weiß längst, dass der Eurovolkssturm nicht taugt und es keine Wunderwaffen gibt! Das sollte den Trommlern wie Freisler, äh, Fricke ... und Münchau zu denken geben! Und so einigen anderen ebenfalls! Denn die werden auf der Anklagebank landen!

  • 14.03.2012, 10:09 UhrEinBuerger

    Halt, noch ist nicht sicher, ob Weidmann mit Merkel & Co. nicht nur das Spiel "guter Cop / böser Cop" spilet, oder ob er wirklich eoin neuer Thomas Beckett ist.

  • 14.03.2012, 10:12 UhrDomenq

    Alte Männer drehen die Bilanzen zurecht; lassen "fünfe gerade sein". Man lebt nicht mehr lang und will bis dahin Ruhe.

    Mit jungen Männern ist solch' "Lügen und Betrügen" nicht zu machen; da ist die Zukunft "langfristig".

    • 14.03.2012, 11:01 Uhrr.stelljes

      Die Beurteilung der Risiken, wozu auch die Teilenteignung der (Kapital-)Lebensversicherten gehört, ist keine Frage des Alters, sondern der Kompetenz und Verantwortlichkeit. Beides ist in der Politik und Behörden (systemrelevant) kaum noch zu finden

  • 14.03.2012, 10:18 UhrMazi

    Das ist kein Schuss vor den Bug der Bundesregierung. Das ist der Schluss, den die Bundesregierung in Richtung Bundesbank ageschossen hat. Und die spürt es.

    Aber das ist nicht alles. Auch die EZB hat Anleihen, die abzuschreiben sind. Dort wurde die Abschreibung nicht vorgenommen. Von diesen Verlusten gehen 30 % in Richtung Berlin.

    Um noch einmal auf die Bundesbank zurückzukommen. Es ist davon auszugehen, dass die Bundesbank auf das Ausfallrisiko für die Target2-Forderungen noch keine Vorsorge gebildet hat. Dieser Saldo soll sich auf etwa 550 Mrd. Euro summiert haben.

    Bei lockerer Schätzung kann man davon ausgehen, dass die Bundesregierung mit ihrer Politik in den letzten 4 Jahren die Bundesbürger um geschätzte 750 Mrd. Euro geschädigt hat.

  • 14.03.2012, 10:40 UhrMazi

    Wir müssen uns bewußt machen, dass es hier um 1,5 Mrd. Euro geht und dies von der Politik "mit größtem Bedauern" entgegen genommen wird.

    In der Realität belastet die Bundesregierung die deutschen Bürger aber mit dem 500-fachen (in Worten: fünfhundert). Vor diesem Hintergrund ist der Vorschlag die Bilanzerstellung der Deutschen Bundesbank wegen fehlender Materialität gänzlich einzustellen, nicht mehr weit hergeholt.

    Grundproblem scheint die Tatsache zu sein, dass sich unsere Politiker zwar für zuständig, aber für nicht verantwortlich erklären. Nach diesem Prinzip kann nichts anderes zustande kommen, als das, was wir heute mit Bitternis erfahren müssen.

    Wir brauchen dringendst eine Reform unserer demokratischen Regularien. Wir brauchen mehr Ausgleich zwischen Zuständigkeit und Verantwortlichkeit.

    Wollte man wieder Verantwortlichkeit einführen, wird man um die strafrechtliche Verfolgung von Untaten der Politiker nicht mehr herumkommen.

  • 14.03.2012, 11:05 UhrMazi

    „Die Geldpolitik darf keine Staaten entschulden oder marode Banken retten.“

    Es muss uns klar sein, dass diese Politik der EZB nichts anderes darstellt, als Transferleistungen an die marode Bankindustrie z.L. der Bürger.

    Die politiche Diskussion um die Topin-Steuer, oder auch Transaktionssteuer genannt, ist reine Volksverdummung von noch dümmeren Politikern und reines Ablenkungsmanöver.

    Aus den obigen Transferleistungen der EZB werden die Bürger und aus der Topin-Steuer ein weiteres mal belastet. Inwieweit Herr Schäuble darin einen Beitrag der Finanzindustrie zur Wiedergutmachung des angerichteten Schadens sehen will, dass müsste er erst einmal schlüssig erklären.

    Zugegeben, sein Vorschlag passt absolut zu seinem bisherigen Handeln. Einem Vorschlag, Diäten und Pensionen der Abgeordneten in die Haftung für ihr eigenes Handeln einzubeziehen, stehe ich aufgeschlossen gegenüber.

    Vielleicht würde es dann besser.

  • Kommentare
Kommentar: Von der Kampfdrohne zur Friedenstaube

Von der Kampfdrohne zur Friedenstaube

„Dieser Krieg muss ein Ende haben“: Obama ruft die Wende im Kampf gegen den Terror aus. Weniger Drohnenangriffe, das Aus für Guantanamo – der Präsident scheint es ernst zu meinen. Er arbeitet an seinem Vermächtnis.

Kommentar: Die neue Generation der Alten

Die neue Generation der Alten

Spielekonsolen müssen sich im Konkurrenzkampf mit Smartphones und Tablets ihre Daseinsberechtigung neu verdienen. Microsoft geht dabei mit der neuen Entertainmentmaschine Xbox One eine heiße Wette ein.

  • Kolumnen
Dutschke spricht: Der ganz normale Mietwahnsinn

Der ganz normale Mietwahnsinn

Die Politik beginnt zu erkennen, dass der Immobilienmarkt in den Großstädten für viele unbezahlbar zu werden droht. Doch ihr Handlungsspielraum ist begrenzt. Es fehlt schlichtweg an Wohnungen – und an Geld.

Was vom Tage bleibt: Die Wahrheit über den Schuldenschnitt

Die Wahrheit über den Schuldenschnitt

Der Euro-Gruppen-Chef setzt sich ins Fettnäpfchen, vielleicht mit Absicht? Der Pampershersteller macht seinen alten Chef zum neuen Chef. Mit China droht ein Handelskrieg und Fahrradfahrer dürfen auch nicht länger betrunken fahren. Der Tagesbericht.

Handelsblog Bernanke, der Fuchs

Wenn Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank, hinauffährt zum Capitol Hill und mit Abgeordneten und Senatoren diskutiert, werden immer wieder dieselben Argumente ausgetauscht. Und dabei zeigt sich meist, dass der Notenbank-Chef seinen... Von Frank Wiebe. Mehr…

  • Gastbeiträge
SPD feiert Geburtstag: Große Marke ohne Kern und Vision

Große Marke ohne Kern und Vision

150 Jahre mit einem gefühlten Marktanteil von 30 Prozent im Markt ist eine Meisterleistung. Mannesmann oder Quelle könnten ein Lied davon singen, wenn es sie noch gäbe. Glückwunsch für die SPD - und ein Marken-Check.

Gastbeitrag: „Die SPD hat sich nie verleugnet“

„Die SPD hat sich nie verleugnet“

Politik sei das langsame Bohren harter Bretter, sagte Max Weber. In 150 Jahren hat die SPD tatsächlich viel hartes Holz gebohrt und viel erreicht. Für die Zukunft muss sie sich eines bewahren: ihren Mut.

Gastkommentar Lafontaine: Plädoyer für ein neues Währungssystem

Plädoyer für ein neues Währungssystem

Das Eurosystem ist falsch konstruiert und kann nicht funktionieren. Ein Haus, dessen Statik nicht stimmt, bricht irgendwann zusammen. Deshalb brauchen wir ein stabileres neues europäisches Geldsystem.

  • Presseschau
Presseschau: „Spaniens Tage sind gezählt“

„Spaniens Tage sind gezählt“

Die Verstaatlichung der spanischen Großsparkasse Bankia ist nach Medieneinschätzung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die entscheidende Frage sei, wie Spanien die Rettungsmaßnahmen bezahlen wolle. Die Presseschau.