
Weidmann ist schon deshalb ein Held, weil er sich von den eurobesoffenen Schmalspurpolitikern nicht verbiegen läßt. Schon allein deshalb, wird er in die Geschichtsbücher eingehen, wenn der Euro mit der kommenden Katastrophe überstanden ist und der Wiederaufbau beginnt!
Im übrigen bestätigt Weidmann natürlich die schlimmsten Befürchtungen - der Mann kann nicht anders. Er weiß längst, dass der Eurovolkssturm nicht taugt und es keine Wunderwaffen gibt! Das sollte den Trommlern wie Freisler, äh, Fricke ... und Münchau zu denken geben! Und so einigen anderen ebenfalls! Denn die werden auf der Anklagebank landen!

Halt, noch ist nicht sicher, ob Weidmann mit Merkel & Co. nicht nur das Spiel "guter Cop / böser Cop" spilet, oder ob er wirklich eoin neuer Thomas Beckett ist.

Alte Männer drehen die Bilanzen zurecht; lassen "fünfe gerade sein". Man lebt nicht mehr lang und will bis dahin Ruhe.
Mit jungen Männern ist solch' "Lügen und Betrügen" nicht zu machen; da ist die Zukunft "langfristig".

Die Beurteilung der Risiken, wozu auch die Teilenteignung der (Kapital-)Lebensversicherten gehört, ist keine Frage des Alters, sondern der Kompetenz und Verantwortlichkeit. Beides ist in der Politik und Behörden (systemrelevant) kaum noch zu finden

Das ist kein Schuss vor den Bug der Bundesregierung. Das ist der Schluss, den die Bundesregierung in Richtung Bundesbank ageschossen hat. Und die spürt es.
Aber das ist nicht alles. Auch die EZB hat Anleihen, die abzuschreiben sind. Dort wurde die Abschreibung nicht vorgenommen. Von diesen Verlusten gehen 30 % in Richtung Berlin.
Um noch einmal auf die Bundesbank zurückzukommen. Es ist davon auszugehen, dass die Bundesbank auf das Ausfallrisiko für die Target2-Forderungen noch keine Vorsorge gebildet hat. Dieser Saldo soll sich auf etwa 550 Mrd. Euro summiert haben.
Bei lockerer Schätzung kann man davon ausgehen, dass die Bundesregierung mit ihrer Politik in den letzten 4 Jahren die Bundesbürger um geschätzte 750 Mrd. Euro geschädigt hat.

Wir müssen uns bewußt machen, dass es hier um 1,5 Mrd. Euro geht und dies von der Politik "mit größtem Bedauern" entgegen genommen wird.
In der Realität belastet die Bundesregierung die deutschen Bürger aber mit dem 500-fachen (in Worten: fünfhundert). Vor diesem Hintergrund ist der Vorschlag die Bilanzerstellung der Deutschen Bundesbank wegen fehlender Materialität gänzlich einzustellen, nicht mehr weit hergeholt.
Grundproblem scheint die Tatsache zu sein, dass sich unsere Politiker zwar für zuständig, aber für nicht verantwortlich erklären. Nach diesem Prinzip kann nichts anderes zustande kommen, als das, was wir heute mit Bitternis erfahren müssen.
Wir brauchen dringendst eine Reform unserer demokratischen Regularien. Wir brauchen mehr Ausgleich zwischen Zuständigkeit und Verantwortlichkeit.
Wollte man wieder Verantwortlichkeit einführen, wird man um die strafrechtliche Verfolgung von Untaten der Politiker nicht mehr herumkommen.

„Die Geldpolitik darf keine Staaten entschulden oder marode Banken retten.“
Es muss uns klar sein, dass diese Politik der EZB nichts anderes darstellt, als Transferleistungen an die marode Bankindustrie z.L. der Bürger.
Die politiche Diskussion um die Topin-Steuer, oder auch Transaktionssteuer genannt, ist reine Volksverdummung von noch dümmeren Politikern und reines Ablenkungsmanöver.
Aus den obigen Transferleistungen der EZB werden die Bürger und aus der Topin-Steuer ein weiteres mal belastet. Inwieweit Herr Schäuble darin einen Beitrag der Finanzindustrie zur Wiedergutmachung des angerichteten Schadens sehen will, dass müsste er erst einmal schlüssig erklären.
Zugegeben, sein Vorschlag passt absolut zu seinem bisherigen Handeln. Einem Vorschlag, Diäten und Pensionen der Abgeordneten in die Haftung für ihr eigenes Handeln einzubeziehen, stehe ich aufgeschlossen gegenüber.
Vielleicht würde es dann besser.