Motorsport Formel 1: Das Formel-1-Reife(n)zeugnis des SID: Abu Dhabi

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Das Formel-1-Reife(n)zeugnis des SID: Abu Dhabi

Der WM-Spitzenreiter Nico Rosberg hat auch beim Titel-Showdown dem immensen Druck standgehalten, den Lewis Hamilton über Wochen aufgebaut hatte.
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Abu Dhabi (SID) - NICO ROSBERG: Der WM-Spitzenreiter hat auch beim Titel-Showdown dem immensen Druck standgehalten, den Lewis Hamilton über Wochen aufbaute. Und nicht nur das: Der Mercedes-Pilot überholte den "Brocken" Max Verstappen, als es nötig war und verteidigte sich bei den Einbremsversuchen Hamiltons erfolgreich gegen alle nachrückenden Rivalen. Platz zwei war nicht nur wegen des damit verbundenen WM-Gewinns wie ein Sieg für Rosberg - er fuhr ihn auch mit einer Abgebrühtheit ein, die in Erinnerung bleiben wird.

LEWIS HAMILTON: Die letzten vier Rennen der Mammutsaison 2016 gewann Hamilton - und wie! Seit der Engländer seine erfolgreiche Titelverteidigung nicht mehr in eigener Hand hatte, war er unantastbar für den Rest des Feldes. Es ist fast tragisch, dass Hamilton mit zehn Siegen sogar einen Erfolg mehr erreichte als Weltmeister Rosberg und das Jahr trotzdem nur als Nummer zwei abschloss. Zwar hatte der dreimalige Weltmeister viel Pech, doch Rosberg nutzte dieses auch eiskalt aus. Der neue Titelträger sollte sich im nächsten Jahr allerdings warm anziehen: Hamilton wird sich "seinen" Titel um jeden Preis zurückholen wollen.

SEBASTIAN VETTEL: Platz drei in Abu Dhabi war am Ende eines katastrophalen Jahres für den viermaligen Weltmeister und für den stolzen Ferrari-Rennstall zumindest ein versöhnlicher Abschluss. Dass Vettel in der Schlussphase Hamilton und vor allem Rosberg gefährlich nah kam, sollte man bei den Roten besser nicht überbewerten: Hamilton hätte 1,5 bis 2 Sekunden schneller fahren können, Mercedes wäre bei einem normalen Rennverlauf wie schon die gesamte Saison außer Reichweite gewesen. Zumindest verteidigte Vettel durch seinen zweiten Podestplatz nach der Sommerpause noch den vierten WM-Rang gegen Verstappen.

MAX VERSTAPPEN: Der Niederländer war einige Runden lang Nico Rosbergs fahrender Albtraum - bis der neue Weltmeister für den Titel das Notwendige tat und in einem starken Manöver den zweiten Platz gegen das Wunderkind ergatterte. Wäre der 19-jährige Verstappen nicht in der ersten Kurve mit Nico Hülkenberg kollidiert, hätte auch in Abu Dhabi mehr erreichen können als Rang vier. Im nächsten Jahr wird die Konkurrenz "Mad Max" fürchten müssen.

NICO HÜLKENBERG: Zum Abschied bei Force India wurde der Emmericher als "Best of the Rest" starker Siebter. Ein würdiger Schlussakkord vor seinem Wechsel zu Renault, bei dem er seinen mexikanischen Teamkollegen Sergio Perez zudem noch einmal hinter sich lassen konnte.

PASCAL WEHRLEIN: Im Kampf um ein Cockpit für die kommende Saison hat der 22-Jährige noch einmal eine ordentliche Arbeitsprobe hinterlassen. Wieder einmal landete der Rookie im Manor als 14. vor den beiden Sauber. Manor und Sauber sind auch die verbleibenden Optionen für den Worndorfer in der kommenden Saison. Ein Platz im Hinterfeld der Formel 1 wäre damit quasi garantiert. Seinen Verbleib in der Königsklasse hat sich der frühere DTM-Champion in seinem ersten Jahr aber in jedem Fall verdient.

JENSON BUTTON: Der frühere Weltmeister badete vor seinem 305. und letzten Rennen noch einmal in den Ovationen der Fans und seines McLaren-Teams, selbst seine Mutter war nach Abu Dhabi gekommmen. Das Ende war leider unwürdig für den Champion von 2009: Aufhängungsbruch nach einem Fahrfehler, Aufgabe in Runde 13.

FELIPE MASSA: Besser als für Button lief es für den zweiten großen Namen, der die Formel 1 nach der Saison verlässt. Immerhin zwei Punkte für Platz neun staubte Massa in seinem 250. Rennen aber noch einmal ab. Dabei präsentierte sich der Vizeweltmeister von 2008 so unauffällig wie in weiten Teilen des Jahres. Zumindest gab es noch ein Geschenk von Williams zum Abschied: Der 35-jährige Brasilianer darf das Chassis von seinem letzten Heimrennen vor zwei Wochen behalten.

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