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Motorsport Formel 1: Ecclestone erlässt Nürburgring Startgeld

Formel-1-Mogul Bernie Ecclestone (82) hat sich zugunsten des insolventen Nürburgrings auf eine Sonder-Finanzierung für den Grand Prix in der Eifel (7. Juli) eingelassen.

Bernie Ecclestone rettet GP auf dem Nürburgring Quelle: SID
Bernie Ecclestone rettet GP auf dem Nürburgring Quelle: SID

Hamburg (SID) - Formel-1-Mogul Bernie Ecclestone (82) hat sich zugunsten des insolventen Nürburgrings auf eine Sonder-Finanzierung für den Grand Prix in der Eifel (7. Juli) eingelassen. "Wir haben in den Verträgen über die Durchführung der Formel 1 ein anderes finanzielles Modell vereinbart als in den Jahren zuvor", sagte Pietro Nuvoloni, Sprecher des Insolvenzverwalters. Von einem Geschenk an den Nürburgring könne aber keine Rede sein. Der Sprecher bestand auf der Darstellung, dass Milliardär Ecclestone sehr wohl einen finanziellen Ausgleich für das Rennen bekomme.

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Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet, dass der Milliardär die obligatorische Antrittsgebühr in Höhe von 14 Millionen Euro erlassen habe. Demnach hätten das Land Rheinland-Pfalz und die seit vergangenem Sommer insolvente Nürburgring GmbH dieses Startgeld nicht aufbringen können. Einen Erlass einer Antrittsgebühr in Höhe von 14 Millionen Euro konnte Nuvoloni auf SID-Anfrage "nicht bestätigen und sie ist auch falsch".

Ecclestone kassiert eigentlich von jedem Veranstalter eines Formel-1-Rennens eine Antrittsgage in Millionenhöhe - bei den Grand Prix in Asien sollen es bis zu 40 Millionen Dollar sein. "Herr Ecclestone hat mit seinem Bekenntnis zum Nürburgring den deutschen Formel 1-Fans einen großen Gefallen getan", sagte Jens Lieser, einer der beiden von der rheinland-pfälzischen Regierung eingesetzten Sanierer des Nürburgrings.

Seit dem 15. Mai steht der Nürburgring offiziell zum Verkauf. Dazu zählen die beiden Rennstrecken mit der Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs, auf dem das Formel-1-Rennen stattfindet. Außerdem gehört zu dem Areal ein von der Landesregierung für 330 Millionen Euro erbauter Freizeitparkt mit Hotels, Disco und Achterbahn.

Investoren können den gesamten "Ring" oder einzelne Pakete kaufen. Wirtschaftsprüfer beziffern den Wert des kompletten Nürburgrings auf etwa 120 Millionen Euro, die Sanierer erhoffen sich jedoch einen wesentlich höheren Erlös. Angeblich sollen bislang 100 Investoren Interesse angemeldet haben. Mit einem endgültigen Verkauf des Nürburgrings wird Anfang 2014 gerechnet.

Quelle: SID

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