Motorsport Formel 1: Nach Hamiltons "Rebellion": Britische Medien spekulieren über Rauswurf

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Nach Hamiltons "Rebellion": Britische Medien spekulieren über Rauswurf

Nach Lewis Hamiltons "Rebellion" gegen die Anweisungen des Mercedes-Teams beim Formel-1-Finale spekuliert die englische Presse über Konsequenzen.
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Abu Dhabi (SID) - Nach Lewis Hamiltons "Rebellion" gegen die Anweisungen des Mercedes-Teams beim Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi spekuliert die englische Presse über heftige Konsequenzen. Der Boulevard hält gar eine Entlassung für zumindest möglich. Für Telegraph und Guardian ist eine vorübergehende Sperre denkbar, nachdem Hamilton den neuen Weltmeister Nico Rosberg im anderen Silberpfeil am Sonntag ein halbes Rennen lang absichtlich ausgebremst hatte.

Mercedes wollte sich auf SID-Anfrage zu diesen Spekulationen der Medien nicht äußern, drakonische Strafen erscheinen allerdings sehr unwahrscheinlich. Hamilton hatte Rosbergs Verfolgern am Sonntag mit seiner Taktik Überholmanöver ermöglichen wollen. Denn nur, wenn der Deutsche das Podest verpasst hätte, wäre ihm der WM-Titel noch zu nehmen gewesen. Dieser Plan ging letztlich nicht auf.

"Lewis Hamilton steht bei Mercedes vor der Entlassung, nachdem er beschuldigt wurde, in Abu Dhabi für 'Anarchie' gesorgt zu haben", schreibt der Daily Mirror: "Hamiltons Vertrag läuft noch bis 2018, aber das würde den deutschen Autoriesen nicht davon abhalten, diesen vorzeitig zu beenden oder Hamilton für einige Rennen im kommenden Jahr zu sperren."

Die konkurrierende Daily Mail schreibt: "Hamilton riskiert die Auflösung seines 30-Millionen-Pfund-Vertrages, nachdem er sich wiederholt seinem Team widersetzt hat."

Der Guardian schreibt indes, dass Mercedes "Disziplinarmaßnahmen in Erwägung" zieht, "dies könnte eine Geldstrafe oder sogar eine Sperre bedeuten". Auch der Telegraph glaubt, "Hamilton könnte gesperrt werden", nachdem er sich "dreist und wiederholt über Anweisungen hinweggesetzt hat".

Ursprung der Spekulationen sind die Aussagen von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Rennen. Hamilton habe mit seinem Verhalten "auch den Sieg für Mercedes gefährdet. Wir haben dann Anweisungen gegeben, die hat Lewis ignoriert. Damit hat er auch einen Präzedenzfall für die Zukunft geschaffen: Wenn wir so weitermachen, würde das totale Anarchie bedeuten. Da werden wir deshalb schon dazwischenhauen."

Ein Rauswurf und auch eine Sperre sind allerdings kaum denkbar. Der dreimalige Weltmeister Hamilton ist auch nach dem Verlust des Titels an seinen Teamrivalen Rosberg ein wichtiger Angestellter des Mercedes-Werksteams. Sportlich ist und bleibt er der vielleicht talentierteste Fahrer im Feld, als globale Marke ist Hamilton zudem ein wichtiger Werbeträger. Zudem erscheinen wirklich harte Sanktionen unverhältnismäßig.

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