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Motorsport Formel 1: Red Bull fürchtet auch in Montreal Nachteile

Sebastian Vettels Red-Bull-Team befürchtet nach den umstrittenen Mercedes-Reifentests von Barcelona auch für den kommenden Großen Preis von Kanada einen Wettbewerbsnachteil.

Erwartet auch in Montreal Nachteile: Vettel (r.) Quelle: SID
Erwartet auch in Montreal Nachteile: Vettel (r.) Quelle: SID

Wien (SID) - Sebastian Vettels Red-Bull-Team befürchtet nach den umstrittenen Mercedes-Reifentests von Barcelona auch für den kommenden Großen Preis von Kanada am 9. Juni in Montreal einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Marke mit dem Stern. Nach dem Sieg von Mercedes am vergangenen Sonntag in Monte Carlo durch Nico Rosberg sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko in Servus.TV: "Die Testfahrt ist ein Vorteil, noch dazu, wenn sie unmittelbar nach einem Rennen passiert. Da hat man die ganzen Vergleichsdaten. Dort wo man schwächelte, sieht man genau. Man kann also die Verbesserungen dezidiert einleiten und auch messen. Bisher haben die Reifen einen Stahlgürtel und es wird ein Kevlar-Gürtel kommen, auch diese Reifen wurden getestet. Das heißt also, auch für Montreal ist ähnliches zu erwarten."

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Der souveräne Sieg von Rosberg steht für Helmut Marko außer Frage: "Unser Protest geht gegen das Test-Verhalten, nicht gegen den Sieg von Nico Rosberg. Der ist ganz klar anerkannt, war eine tolle Leistung. Und für uns: Wir können auch mit einem zweiten und dritten Platz leben, keine Frage." Marko fordert aber eine Gleichbehandlung: "Wenn es möglich ist, dass alle unter gleichen Bedingungen testen können, dann wollen wir auch so einen Test. Aber rein logistisch geht das erst nach Silverstone. Das heißt, wir verlieren noch zwei Rennen, bis wir auf diesem Wissensstand sind."

Helmut Marko bestätigte, dass Pirelli für die Tests auch bei Red Bull angefragt habe. "Wir - das stimmt - sind auch gefragt worden, ob wir so etwas machen wollen", sagte der Österreicher, aber: "Wir haben uns die Regeln angeschaut und gesehen: Nein, das kommt für uns nicht in Frage, weil es Reglement-widrig ist und wir als WM-Führer riskieren so etwas nicht."

Marko hoffe daher - und da sei er sich sicher - dass die Sportbehörde das sehr ernst nehme. "Es wird eine Verhandlung geben, wann und wo weiß ich nicht. Und da wird man sehen, welche Sportstrafen oder ob es Bestrafungen gibt.", sagte der 70-Jährige, der 1971 den Langstreckenklassiker "24 Stunden von Le Mans" gewonnen hatte.

Quelle: SID
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