Handelsblatt

_

Motorsport Motorrad: Sachsenring sieht keine Probleme für GP 2013

Der Motorrad-GP auf dem Sachsenring im kommenden Jahr scheint trotz einer Beschwerde gegen eine Finanzhilfe für die Rennstrecke nicht in Gefahr.

Keine Gefahr für den GP auf dem Sachsenring Quelle: SID
Keine Gefahr für den GP auf dem Sachsenring Quelle: SID

Berlin (SID) - Der Motorrad-GP auf dem Sachsenring im kommenden Jahr scheint trotz einer Beschwerde gegen eine Finanzhilfe für die Rennstrecke nicht in Gefahr. "Die Beschwerde erfreut uns nicht, aber das müssen wir jetzt als gegeben hinnehmen. Für das nächste Jahr sehe ich aber keine Probleme", sagte Jan Hippold, stellvertretender Aufsichtsratschef des Veranstalters SRM, dem SID.

Anzeige

Die Beschwerde bei der Europäischen Kommission wegen der Gewährung von Fördergeldern durch den Freistaat Sachsen in Höhe von 1,5 Millionen Euro wurde vom konkurrierenden Lausitzring eingelegt. Entsprechende Recherchen der Freien Presse in Chemnitz bestätigte Frank Poensgen, Bereichsleiter Verwaltung des Lausitzrings.

"Wir konnten uns des Anscheins nicht erwehren, dass in diesem Fall der Einsatz und die entsprechenden Begründungen zur Verwendung von öffentlichen Mitteln zumindest strittig sind", teilte Poensgen auf SID-Anfrage mit: "Das gewünschte Ergebnis dieser Klärung wäre zweifellos eine Bestätigung der EU, dass die Subventionen am Sachsenring korrekt zugeteilt und bewilligt wurden. Damit könnten sch unter Umständen auch für den Lausitzring neue Möglichkeiten eröffnen."

Mit den Fördermitteln sollten bereits notwendige Umbauten auf dem Sachsenring, auf dem der einzige deutsche Lauf zur Motorrad-WM ausgetragen wird, bezahlt werden. Der Grand Prix findet im kommenden Jahr am 14. Juli statt, das geht aus dem am Freitag vom Motorrad-Weltverband FIM veröffentlichten provisorischen WM-Kalender hervor.

Bis zur Klärung der Beschwerde darf Sachsen der Rennstrecke das Geld nicht auszahlen, bis zu einer Entscheidung könnten Monate vergehen. Der Zweckverband "Am Sachsenring" musste mittlerweile einen Kredit aufnehmen, um die Baumaßnahmen zu bezahlen.

Im vergangenen Jahr hatte es ein monatelanges Ringen um die Austragung des WM-Laufes 2012 auf dem Sachsenring gegeben. Wegen der hohen finanziellen Belastung, unter anderem auch durch die notwendigen Umbauten, hatte der ADAC Sachsen als sportlicher Ausrichter seinen Rückzug erklärt. Erst drei Monate später hatte es dann doch Grünes Licht für das Traditionsrennen gegeben. Der Lausitzring wäre bei einem Rückzug des Sachsenrings als potenzieller Ausrichter infrage gekommen.

"Es gibt dabei keinen konkreten Zusammenhang mit dem Ergebnis bei Vergabe des MotoGP", betonte Poensgen: "Der Lausitzring hatte sich nicht aus eigenem Antrieb um die Vergabe des MotoGP bemüht, sondern wurde damals angefragt, nachdem der MotoGP am Sachsenring vorläufig abgesagt wurde."

Quelle: SID
  • 24.09.2012, 12:23 Uhrfalkao

    Hallo ! Warum sollte es Probleme für dem MotoGP 2013 geben ? Das einzige Problem war doch der ADAC ! Und das ist ja wohl Vergangenheit. Nicht nur mir bleibt es ein Rätsel, warum man auf einmal solche Schulden wie es der ADAC angegeben hat gemacht haben soll. Falk Eisold

  • Die aktuellen Top-Themen
Deutliche Mehrheit: WDR-Rundfunkrat stimmt für Erwerb der WM-Rechte 2022

WDR-Rundfunkrat stimmt für Erwerb der WM-Rechte 2022

Trotz „großer Bedenken“: Der WDR-Rundfunkrat hat dem Erwerb der Rechte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar zugestimmt. Das Geschäftsgebaren der FIFA soll aber weiterhin Thema sein.

16 Jahre vor dem Zeitplan: FC Bayern hat Allianz-Arena schon abbezahlt

FC Bayern hat Allianz-Arena schon abbezahlt

Nach nicht einmal zehn der avisierten 25 Jahre hat der FC Bayern München die heimische Allianz komplett abbezahlt – immerhin 346 Millionen Euro. Für die Hauptversammlung werden blendende Zahlen angekündigt.

Auf den Spuren Michael Schumachers: Vettel wechselt von Red Bull zu Ferrari

Vettel wechselt von Red Bull zu Ferrari

Sebastian Vettel wechselt von Red Bull zum Formel-1-Rennstall Ferrari. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Der vierfache Weltmeister beerbt dort Fernando Alonso.