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Motorsport Motorrad: Weniger Zuschauer am Sachsenring

Trotz der starken Leistungen der deutschen Fahrer lockte der Große Preis von Deutschland 2012 deutlich weniger Zuschauer als in den Vorjahren an den Sachsenring.

Weniger Zuschauerzuspruch am Sachsenring Quelle: SID
Weniger Zuschauerzuspruch am Sachsenring Quelle: SID

Hohenstein-Ernstthal (SID) - Trotz der starken Leistungen des Motorrad-Weltmeisters Stefan Bradl und des Titelkandidaten Sandro Cortese lockte der Große Preis von Deutschland 2012 deutlich weniger Zuschauer als in den Vorjahren an den Sachsenring. Insgesamt 195.695 Eintrittskarten wurden für das dreitägige Rennwochenende verkauft. Wohl auch aufgrund des schlechten Wetters kamen damit fast 35.000 Fans weniger als im Rekordjahr 2011 (230.133). Zudem war es die geringste Zuschauerzahl am Sachsenring seit 2002 (184.500). Der einzige deutsche WM-Lauf wird seit 1998 auf dem Kurs nahe Hohenstein-Ernstthal ausgetragen.

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Erst Ende Juni war die Zukunft des Deutschland-Grand-Prixs am Sachsenring gesichert worden. Der ADAC in München und der Promoter der Motorrad-WM, Dorna Sports, einigten sich auf einen neuen Vertrag bis 2016. Als Veranstalter fungiert weiter die Sachsenring Rennstreckenmanagement Gesellschaft (SRM). Im vergangenen Jahr hatte das traditionsreiche Rennen bereits vor dem Aus gestanden.

Moto3-Pilot Cortese feierte am Sonntag den ersten deutschen Sieg bei der Motorrad-WM am Sachsenring seit 1971. Damals hatte Dieter Braun in der 250er-Klasse den Großen Preis der DDR gewonnen. Zudem holte MotoGP-Rookie Bradl einen starken fünften Platz in der Königsklasse. An jedem Tag des Rennwochenendes hatte es allerdings geregnet. Am Sonntag musste das Moto3-Rennen wegen eines heftigen Unwetters um eine halbe Stunde verschoben werden.

Quelle: SID
  • 10.07.2012, 14:20 UhrZweiradfan

    Hallo,

    ich denke gut 195 tausend Zuschauer beweisen, dass es weniger am schlechten Wetter als vielmehr an der langen Unsicherheit über den Austragungsort des Deutschland GP 2012 lag, das es "so wenig Fans" waren. Bei 35 tausend Gästen weniger kann ich mir vorstellen, dass es diesen so ging wie mir. Urlaub nehmen war nicht mehr möglich und so musste man sich mit den TV-Übertragungen begnügen. Leider schaffen es die beachtlichen Leistungen der deutschen Fahrer weder auf Titelseiten noch in die Abendnachrichten, weshalb Fahrer wie J. Folger und M. Schrötter auf keinem konkurrenzfähigen Material fahren und Talente wie L. Grünwald nur Gaststarter sind.

    Ich hoffe der Sport und die Begeisterung entwickelt sich in Deutschland trotzdem weiter positiv und erreicht bald das Niveau von Formel 1 oder sogar Fußballbundesliga (*träum*)

    MfG Jan

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