Neues Modell zum 85. Geburtstag
Der erste Volvo mit Fußgänger-Airbag

Seinen 85. Geburtstag feiert der Volvo standesgemäß: mit der Einführung des weltweit ersten Autos mit Fußgänger-Airbag. Sicherheits-Innovationen wie im V40 haben bei den Schweden eine lange Traditon.
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Köln DresdenAus Anlass der Vorstellung des V40 bei der Händlerorganisation inszenierte Volvo in Deutschland eine große Geburtstagparty für die Marke. Mit Volvo ist auch die Geburtstunde der eigenständigen schwedischen Autoindustrie verknüpft. Sie schlug 1915. Die 1907 gegründete Firma "Svenska Kullagerfabriken" (SKF), ein Spezialist für Kugel- und Wälzlager, richtete unter dem Namen "Volvo" eine neue Abteilung ein, mit der Aufgabe, Versuchsautos zu bauen, um die SKF-Wälzlager zu testen. "Volvo" ist lateinisch und heißt übersetzt: "Ich rolle". 1926 gründeten der SKF-Verkaufschef Assar Gabrielsson und der Ingenieur und Industrielle Erik Gustav Larson Volvo als selbstständiges Unternehmen, das sich künftig dem Bau von Autos widmen sollte.

Bereits ein Jahr später stellte der junge Autohersteller sein erstes Produkt vor. Genau am 14. April 1927, um 10 Uhr. Der präzise Termin ist deshalb bekannt, weil die Premiere des ersten Volvos, der aus der Werkhalle auf der Halbinsel Hisingen nahe Göteborg fahren sollte, beinahe ins Wasser gefallen wäre. Das Auto ließ sich bis kurz vor dem ersten öffentlichen Auftritt nur rückwärts fahren, weil ein erst spät eingetroffenes Teil aus Stockholm in der Nacht zuvor falsch eingebaut worden war. Der "Volvo ÖV4" - "ÖV4" stand für "Öppen Vagn 4 cylindrar" - war ein offener Viersitzer mit einem Chassis aus Holz und einem 28 PS starken Vierzylindermotor.

Die ersten Schritte im schwedischen Autobau verliefen zögerlich. Zwischen 1927 und 1929 entstanden nur 996 Einheiten vom "Öppen Vagn 4 cylindrar". Das Auto wies einige Mängel auf: Da war einmal die fehlende Anpassung an die spezifischen Härten des langen skandinavischen Winters in der Gestalt eines Cabriolets; und auch die allzu leichte Entzündbarkeit des Fahrzeugs schmälerten die Erfolgsaussichten, denn die Entwickler hatten den Benzintank zu nahe am Motor angeordnet; in Verbindung mit dem Holzchassis des Ur-Volvos eine besonders unglückliche technische Lösung.

Auch nach dem Krieg entwickelte sich der Pkw-Bau bei Volvo nicht allzu dynamisch. Mit ihren Nutzfahrzeugen und Omnibussen waren die Skandinavier weitaus erfolgreicher. Bis 1958 legte Volvo bei den Personenwagen zehn verschiedene Modellreihen auf, von denen keine öfters als 6.200mal gebaut wurde.

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