25 Jahre Lexus in Europa
Die etwas andere Premium-Marke

Vor einem Vierteljahrhundert wagte sich mit Lexus eine neue Premium-Marke nach Europa. Das haben in Deutschland allerdings lange Zeit nur die wenigsten überhaupt bemerkt. Warum eigentlich?
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Mit der Oberklasse-Limousine LS 400 begann vor 25 Jahren auch in Europa die Geschichte der Marke Lexus. In den USA war der Nobelableger von Toyota bereits 1989 vorgestellt worden. Der LS zielte dort auf Kunden, denen ein Cadillac zu gewöhnlich und eine Mercedes S-Klasse zu teuer war.

Man wollte die gleiche oder bessere Qualität wie die Wettbewerber bei besserem Kundenservice bieten. In den USA traf man damit auf Anhieb der Nerv einer großen Schar von Kunden, was nicht verwunderlich war, entstand Lexus doch im kalifornischen Laguna Beach, eine Autostunde von Los Angelas entfernt.

Dort hatte Toyota Ingenieure und Designer beauftragt, die amerikanische Fahrkultur und die Ansprüche der Kunden zu erforschen und ein passendes Produkt zu kreieren. Heraus kam eine gediegene Achtzylinder-Limousine, sehr leise, sehr komfortabel, sehr weich gefedert, einer S-Klasse der damaligen Zeit nicht unähnlich, mit kompletter Ausstattung und deutlich besserer Qualität als sie die amerikanischen Wettbewerber Cadillac und Lincoln boten.

Ergänzend zum LS produzierte Lexus eine etwas kleinere Limousine namens ES für die amerikanischen Kunden. Von beiden Wagen zusammen wurden bereits zwei Jahre nach der Markteinführung 100.000 Einheiten jährlich verkauft, womit die neue Marke unter den Premium-Anbietern ein deutliches Ausrufezeichen setze.

In Europa und speziell auf dem deutschen Markt trat Lexus zunächst nur mit der Oberklasse-Limousine LS 400 an. Mehr als ein Achtungserfolg in Form positiver Presseberichte kam dabei allerdings nicht zustande. Man nahm wahr, dass es eine neue Alternative gab, gekauft wurden im Heimatland von Audi, BMW und Mercedes aber weiterhin die gewohnten Marken.

Ab 1998, also eine Autogeneration nach dem Start, präsentierte Lexus wieder zuerst in den USA mit dem RX 350 das nach eigener Einschätzung erste Premium-SUV. In der Folge schnellte der Absatz nach oben – in den USA.

In Europa und dem Rest der Welt fanden sich zwar auch Käufer, aber verglichen mit dem Absatz in den Staaten nur in homöopathischen Dosen. Der RX wurde in den USA zum meistverkauften Fahrzeug seiner Klasse.

Erst eine weitere Autogeneration später, ab 2005, wagte Lexus, immerhin die Tochtermarke von Toyota, den Schritt nach Japan. Dort wurden bis dato zwar alle Lexus-Modelle produziert, aber keines unter dem Markennamen verkauft. Ähnliche, wenn nicht baugleiche Modelle erhielten die Kunden von Toyota.

Der Schritt auf den Heimatmarkt ging einher mit einer Modernisierung von Design und Technik und dem weiteren Ausbau des Portfolios. Mit LS, GS und IS offerierte Lexus nun drei Limousinen als Wettbewerber zu 3er BMW sowie Mercedes E-und S-Klasse und zudem den RX als Alternative zu M-Klasse oder BMW X5.

Man setzte auf eine einheitliche Design-Sprache namens L-Finesse, die konservativ-elegante Formen mit japanischer Symbolik verknüpfte, ein Weg den seitdem beispielsweise auch Mazda mit dem Kodo-Design, allerdings in sportlicherer Ausrichtung geht. Technisch begab man sich allerdings auf einen Sonderweg.

Inspiriert vom Erfolg des Toyota Prius setzte Lexus auf Hybridantrieb und kombinierte diesen mit sportlichen Fahrleistungen. „Verbrauch wie ein Vierzylinder, Kraft wie ein Achtzylinder“ lautete die Botschaft, mit denen potente Sechszylinder-Hybride als Alternative zu hiesigen Power-Dieseln beworben wurden.

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