Alkoholverbot
Fahranfänger dürfen nichts mehr trinken

Wer gerade seinen Führerschein gemacht hat, darf während der zweijährigen Probezeit demnächst keinen Alkohohl mehr trinken. Das hat der Bundestag beschlossen. Die Die Null-Promille-Grenze soll auch für alle, die jünger als 21 Jahre sind, gelten.

HB BERLIN. Alkoholsündern drohen ein Bußgeld von 125 Euro und zwei Punkten in Flensburg, die Teilnahme an einem Aufbauseminar sowie die Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss noch der Bundesrat zustimmen. Verkehrsstaatssekretär Achim Großmann erklärte in Berlin, Alkohol im Straßenverkehr sei eine der Hauptunfallursachen. „Bei jungen Fahranfängern besteht bereits mit niedriger Alkoholkonzentration ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko.“ Sie seien oft nicht in ausreichendem Maße für die Gefahren von Alkohol am Steuer sensibilisiert.

Der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Dirk Fischer, erklärte: „Mangelnde Erfahrung, gemixt mit Alkohol, erhöht das ohnehin schon hohe Unfallrisiko von Fahranfängern noch weiter und ergibt – gerade an Wochenenden – oftmals einen todbringenden Cocktail.“

Der Brandenburger Innenminister Jörg Schönbohm nannte die Null-Promille-Grenze einen wichtigen Beitrag, endlich die Unfallzahlen zu verringern. Auf Drängen des Bundesrats gelte das Alkoholverbot nicht nur für die zweijährige Probezeit, sondern darüber hinaus für alle Fahranfänger unter 21 Jahren. „Das verhindert, dass der Mopedschein mit 16 das Alkoholverbot mit dem 18. Geburtstag schon wieder aushebelt.“

Der Bundestag nahm den Gesetzentwurf am späten Donnerstagabend mit den Stimmen von Union, SPD, Linken und Grünen an. Die FDP stimmte dagegen. Auch die Linksfraktion war nach Angaben ihres Sprechers Hendrik Thalheim mit fünf Abgeordneten anwesend und stimmte zu. Im Bundestagsbeschluss hatte es zunächst geheißen, der Beschluss sei „bei Abwesenheit“ der Linken gefallen.

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