Amt wertet Antragsformulare aus
Bafa: VW größter Abwrackprämien-Profiteur

Europas größter Autohersteller Volkswagen ist der größte Profiteur der deutschen Abwrackprämie. Diesen bereits vom KFZ-Gewerbe ausgemachten Trend hat das für die Vergabe zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) am Freitag in Eschborn bestätigt.

HB ESCHBORN/LEIPZIG. Einer ersten Auswertung zufolge gingen 14,15 Prozent der Prämien von jeweils 2.500 Euro an Käufer eines Volkswagen.

Auf dem zweiten Platz sei mit Opel (10,17 Prozent) ebenfalls ein inländischer Anbieter. Auf den Plätzen folgen dann Hyundai (7,79), Ford (7,75) und die VW-Tochter Skoda (7,35).

Weniger stark von der Prämie profitieren konnten demnach die beiden Luxuswagen-Hersteller BMW und Daimler, wie aus der Statistik des Bafa hervorgeht. So entfielen knapp 2,4 Prozent der Anträge auf Daimler und 1,2 Prozent auf BMW.

Unklar blieb zunächst, wie viele Anträge für die Analyse ausgewertet worden sind. Bis Donnerstagnachmittag gingen beim Bafa 357 674 Prämienanträge ein.

Die Abwrackprämie wird nach Einschätzungen der Pkw-Importeure im ersten Quartal voraussichtlich für ein zweistelliges Zulassungsplus sorgen. Die seit Februar wirkende Verschrottungsprämie werde das hohe Verkaufsminus zu Jahresbeginn wettmachen, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Freitag auf der Automesse AMI in Leipzig mit.

„Der Anteil der Privatkunden ist von 39 Prozent im ersten Quartal 2008 jetzt auf rund 56 Prozent gestiegen“, erklärte VDIK-Chef Volker Lange. Er lobte die Grundsatzentscheidung der Bundesregierung, die Abwrackprämie bis zum Jahresende zu verlängern, als Beitrag zur Belebung der Konjunktur und für den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) vom Donnerstag verkauften 17 wichtige Autohersteller bislang 569 999 Autos mit Hilfe der Umweltprämie. Demnach wäre die bisher mögliche Zahl von Anträgen bereits fast ausgeschöpft. Nur liegen eben noch nicht alle Anträge beim BAFA vor, da die neuen Wagen auch noch nicht allesamt ihren Weg zu den Käufern gefunden haben.

Neues Antragsverfahren ab Montag beachten

Das Bundesamt machte erneut darauf aufmerksam, dass ab Montag ein neues Antragsverfahren gilt. Die Prämie gibt es künftig nur noch nach einer Vorreservierung im Internet. Für diese muss der Bürger lediglich eine Kopie des rechtsgültigen Kaufvertrags vorlegen, um sich eine Prämie zu sichern.

Die übrigen Unterlagen können dann innerhalb von sechs Monaten nachgereicht werden. Direkt zum Reservierungsformular geht es unter der Internet-Adresse www.ump.bafa.de. Die Funktion soll aber erst am Montag (30. April 2009) um 08.00 Uhr freigeschaltet werden.

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